Hangover 2 | The Hangover Part II
Komödie, 102 Minuten
Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Ken Jeong, Paul Giamatti
Die Junggesellenparty von Stu läuft ganz anders als geplant. Am Morgen danach haben die vier Freunde erneut keine Erinnerung, was letzte Nacht passiert ist und haben zudem den Bruder der Braut verloren.

Anders als vorgestellt und trotzdem gut. Streckenweise ganz witzig, richtig toll sind die letzten beiden Minuten, als mit Bildern die ungelösten Ereignisse aus der vergangenen Nacht aufgelöst werden. Den Vorgänger habe ich noch nicht gesehen, vielleicht wäre Hangover 2 damit noch ein Stück lustiger geworden.


The Tourist
Thriller, 103 Minuten
Angelina Jolie, Johnny Depp, Paul Bettany, Timothy Dalton, Rufus Sewell
Um die Polizei zu täuschen, gibt die Frau eines gesuchten Steuerflüchtigen einen Fremden im Zug als ihren Mann aus. Mit ihm reist sie nach Venedig, um dort sich dort mit ihrem Mann zu treffen.

In Ordnung, mehr leider nicht. Belanglos, beide Schauspieler sind nicht gerade gefordert. Das Ende ist weniger überraschend.


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels | Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Abenteuerfilm, 122 Minuten
Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone
Einige Jahre nach seinem letzten Abenteuer will Indiana Jones eine legendäre Stadt aus Gold finden.

Oh je, Indiana Jones hätte im Altenheim bleiben sollen. So ein Schwachsinn, der mir in keiner Minute gefallen hat. Schon beim sinnfreien Intro fängt der Fim an, Sympathien zu verspielen. Indiana Jones war schon immer ein Abenteuerfilm und nicht immer realistisch - was aber hier an Ideen gezeigt wird, spottet jeder Beschreibung. Schade, dass eine gute Trilogie durch einen solchen Müll heruntergezogen wird.


Friendship!
Komödie/Drama, 110 Minuten
Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Alicja Bachleda
Nach der Wende brechen zwei ostdeutsche Freunde in die USA auf, um den Westen kennen zu lernen und ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen. Dabei treten sie in manches Fettnäpfchen und haben mit unvorhergesehenen Problemen zu kämpfen.

Friendship ist eine anfangs recht unterhaltsame Komödie, die mit fortlaufender Spielzeit trauriger wird. Dabei verliert der Film aber nicht die positive Grundstimmung. Die beiden Hauptdarsteller agieren gut zusammen; leider kennt man viele der Gags bereits aus dem Trailer.


Sucker Punch
Action, 110 Minuten
Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, Carla Gugino, Scott Glenn
Baby Doll wird von ihrem Stiefvater zu Unrecht in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Außerdem wurde ein Pfleger bestochen, um bei ihr eine Lobotomie durchzuführen. Baby Doll hat fünf Tage Zeit, um ihrem Schicksal zu entkommen und stellt mit weiteren Insassen einen Fluchtplan auf.

Hübsche Frauen, Nazizombies, riesige Samurai mit Miniguns, kurzweilige Action und eine gute Musikauswahl zeichnen den Film aus. Zwei Filme des Regisseurs Zack Snyder - 300 und Dawn of the Dead - finde ich grandios; Sucker Punch kommt nicht ganz ran. Kurzweilige Unterhaltung ist aber dennoch geboten.


Walhalla Rising | Valhalla Rising
Action/Fantasy, 93 Minuten
Mads Mikkelsen, Maarten Stevenson
Vor gut 1000 Jahren wird ein einäugiger, stummer Krieger für Schauämpfe gefangengehalten. Er schafft es, sich zu befreien. Auf seiner Flucht schließt er sich Wikingern an, die ins Heilige Land wollen.

Ungewöhnlicher Film: Mads Mikkelsen, der Poker-Gegenspieler aus Casino Royal, spricht während des gesamten Films kein einziges Wort. Es gibt überdurchschnittlich harte Gewaltszenen, und die Handlung im späteren Verlauf ist nicht unbedingt einfach zu verstehen. Dennoch ein interessanter, düster und gut gemachter Film, der sich nicht an ein Standardschema hält.


The King's Speech
Tragikomödie, 118 Minuten
Colin Firth, Helena Bonham Carter, Geoffrey Rush
Der Königssohn und Nummer Zwei in der britischen Thronfolge leidet seit frühester Kindheit daran, dass er stottert. Kein Arzt, kein Therapeut kann ihm helfen. Dann erfordern familiäre Umstände, dass er sich in die Obhut eines nicht ganz gewöhnlichen Therapeuten begibt.

Der Gewinner des Oscars 2011 hat mir gut gefallen; den Hype um the King's Speech kann ich aber nicht nachvollziehen. Geoffrey "Barbossa" Rush spielt richtig toll, warum der Oscar an Colin Firth geht, hat sich mir nicht erschlossen. Sicherlich keine schlechte Leistung von ihm, aber im direkten Vergleich fande ich ihn schlechter. Die Beziehung zwischen den beiden so ungleichen Menschen ist toll dargestellt und gut umgesetzt. Helena Carter bleibt leider etwas blass, was wohl aber auch am Drehbuch liegt - ihre Rolle gibt einfach nicht mehr her.


Kurzer Prozess - Righteous Kill | Righteous Kill
Krimi, 101 Minuten
Robert De Niro, Al Pacino, 50 Cent, Carla Gugino, Donnie Wahlberg
Zwei altgediente Polizisten erhalten Hinweise, dass jemand aus ihrer Einheit mehrere Morde verübt hat.

Trotz der hochkarätigen Besetzung ist Righteous Kill leider nur belanglos. Die Auflösung des Films ist schon früh ersichtlich, die Handlung unspektakulär. Das Zusammenspiel zwischen den beiden Hauptdarstellern klappt hier bei weitem nicht so gut wie es in Heat der Fall war.


Ghettogangz - Die Hölle vor Paris | Banlieue 13
Action, 84 Minuten
David Belle, Cyril Raffaelli, Bibi Naceri, Tony D'Amario
Im 13. Distrikt von Paris, der durch eine Mauer von den restlichen Bereichen abgegrenzt ist und autark durch Verbrecherorganisationen verwaltet wird, wird ein Fahrzeug der Regierung entführt. In ihm befindet sich eine Neutronenbombe.

Dämliche Geschichte, aber gut gemachte Kämpfe. Die Parcoursszenen, bei denen die Darsteller über die Dächer von Paris springen, sehen richtig gut aus. Beschränkt man den Film darauf, lohnt er sich.


All the Boys Love Mandy Lane
Horror, 90 Minuten
Amber Heard, Anson Mount, Whitney Able, Michael Welch
Eine Gruppe Jugendlicher einer Highschool fahren auf eine Ranch, um ihr Wochenende zu genießen. Unter ihnen befindet sich allerdings ein Mörder, der die Gruppenanzahl stückweise reduziert.

Für einen Teeniehorrorfilm eher mau, da nicht besonders viel passiert. Dennoch ganz nett nebenbei anzuschauen, da die Kameraführung und vor allem die Musik durchweg gelungen ist.


John Rambo | Rambo
Action/Kriegsfilm, 92 Minuten
Sylvester Stallone, Julie Benz, Paul Schulze, Matthew Marsden
Rambo lebt zurückgezogen in Vietnam. Als eine Gruppe von Ärzten, die im bürgerkriegsleidenden Burma medizinisch helfen möchte, entführt wird, beschließt Rambo zu helfen.

Sylvester Stallone gibt auch noch als 60-Jähriger eine erstaunlich gute und fitte Figur ab. Der vierte Teil der Rambo-Serie ist so, wie man ihn sich erwartet. Wenn man die vorigen Teile gemocht hat, wird man diesen ebenfalls mögen. Die Bilder der Machenschaften der burmesischen Armee sind teilweise recht heftig, zudem ist der FIlm mit 76 Minuten Laufzeit (trotz FSK 18, ohne Abspann) recht kurz geraten.


Das Vermächtnis des geheimen Buches | National Treasure - The Book of Secrets
Abenteuerfilm/Action, 124 Minuten
Nicolas Cage, Diane Kruger, Justin Bartha, Ed Harris, Jon Voight, Bruce Greenwood, Harvey Keitel, Helen Mirren
Familie Gates wird beschuldigt, Nachfahren einer der Mitglieder der Lincoln-Attentäter zu sein. Um die Behauptung zu widerlegen, muss ein sagenhafter Goldschatz gefunden werden.

Nach dem erfolgreichen ersten Teil lag es nah, dass ein Nachfolger kommen wird. Richtig toll ist er allerdings nicht - er dauert viel zu lange und ist nicht kurzweilig genug. Die Streitgespräche zwischen Bens Eltern sind witzig geraten. Die Ideen, die bei Indiana Jones gut gelungen sind, wirken hier in abgewandelter Form mehr als deplaziert.


96 Hours | Taken
Action/Thriller, 93 Minuten
Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Goran Kostic, Xander Berkeley
Die Tochter eines ehemaligen Agenten wird in Paris von einem Menschenhändlerring entführt. Ihr Vater setzt daraufhin alle Hebel in Bewegung, um sie zu befreien.

Ein ungewöhnlich düsterer Liam Neeson kämpft gegen das organisierte Verbrechen. Durchweg spannend gemacht, mit teilweise recht bösen Bildern. Wirkt für einen Actionfilm erstaunlich realistisch. Empfehlenswert, ist aber teilweise recht heftig.


Nicotina
Action/Episodenfilm, 90 Minuten
Diego Luna, Marta Belaustegui, Lucas Crespi, Jesús Ochoa, Rosa María Bianchi
In Mexiko knackt ein Hacker eine schweizer Bank. Die Daten will er verkaufen, gibt allerdings eine falsche CD weiter.

Ganz nett, mehr aber auch nicht. Nimmt Anleihen bei Guy Ritchie, ohne dabei richtig orginell zu sein.


Knowing | Know1ng
Thriller, 121 Minuten
Nicolas Cage, Chandler Canterbury, Rose Byrne, Lara Robinson
In den 50er Jahren malen Schüler einer Grundschule Bilder, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Diese Bilder werden in einer Zeitkapsel vergraben und 2010 wieder hervorgeholt. Auf einem Bild sind allerdings nur Zahlen enthalten. Ein Forscher entschlüsselt sie und stellt fest, dass sie Daten der größten Katastrophen der letzten 50 Jahre enthalten.

Der Trailer sah vielversprechend aus, der Film war es auch: richtig spannend und bis zum Schluss unklar, wie genau er ausgehen wird. Nicholas Cage spielt nicht gut, es reicht aber für den Film aus. Ich freue mich über das konsequente Ende, nur der etwas kitschige Einspieler in den letzten Sekunden hat gestört.


R.E.D. - Älter, Härter, Besser | RED
Action, 111 Minuten
Bruce Willis, Mary-Louise Parker, John Malkovich, Helen Mirren, Karl Urban, Morgan Freeman
Bruce Willis spielt einen pensionierten CIA-Agenten, auf den ein Anschlag verübt wird. Er rekrutiert seine alten Kollegen und versucht, die Hintermänner des Anschlags ausfindig zu machen.

Kurzweilig und amüsant. Die alten Herrschaften harmonieren gut zusammen. Nette Unterhaltung für zwischendurch.


The Spirit
Action, 103 Minuten
Gabriel Macht, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson, Eva Mendes, Paz Vega, Eric Balfour
The Spirit ist ein unsterblicher Held, der die New Yorker Polizei unterstützt. Er muss im Film gegen seinen Erzfeind Octopus antreten.

Unglaublich dämlicher Superheldenfilm. Samuel Jackson spielt wieder mal schlecht, was sicherlich auch am Drehbuch liegt. Der einzige Grund den Film anzuschauen, ist Eva Mendes.


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 | Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I
Fantasy, 146 Minuten
Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Bill Nighy, Julie Walters, Alan Rickman, Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter
Nachdem Lord Voldemort immer mehr an Macht gewinnt, beginnt er seinen Schrecken weiter auszubreiten. Leute werden verfolgt, verhaftet und getötet. Harry, Ron und Hermine suchen unterdessen die Horkruxe, mit denen sich der dunkle Lord vernichten lässt.

Recht dunkler Teil der Reihe. Spannend gemacht, aber leider viel zu langatmig im Mittelteil: Das Versteckspiel hätte man deutlich kürzer machen können. Die gewonnene Zeit hätte man besser investiert, um Dinge besser zu erklären oder nochmals einen erweiterten Rückblick auf die letzten Geschehnisse zu liefern. So war mir manches unklar, was in diesem Teil passiert ist.


Drachenzähmen leicht gemacht | How to Train Your Dragon
Zeichentrick, 98 Minuten
Das nordische Dorf Berk wird ab und an immer von Drachen angegriffen. Der junge Hicks, Sohn des Anführers und großen Kriegers Stoick, soll eigentlich Drachentöter werden. Als er allerdings einen Drachen kennen und verstehen lernt, ändert sich sein Leben von Grund auf.

Der Trailer sah nett aus, vom eigentlich Film habe ich mir weniger versprochen. Umso erstaunter war ich, dass der Film auch tatsächlich was hermacht. Die Geschichte war schön erzählt, die Bilder waren ansprechend gezeichnet und einiges zu lachen gabs auch. Ein richtig schöner Zeichentrickfilm.


Der gute Hirte | The Good Shepherd
Thriller/Drama, 167 Minuten
Matt Damon, Angelina Jolie, Alec Baldwin, John Turturro, Martina Gedeck, William Hurt, Joe Pesci, Robert DeNiro
Edard Wilson wird nach seinem Abschluss Mitglied im Geheimdienst. Der Zweite Weltkrieg und der Kalte Krieg zeichnen ihn sehr aufgrund seiner Arbeit.

Die Geschichte zur Entstehung der CIA ist leider viel zu langwierig geraten. Ich mag Matt Damon sehr, aber er verkörpert den eigentlich älteren Mr. Wilson nicht gut. Die Maskenbildner haben es nicht geschafft, sein jugendliches Äußeres zu entfernen. Er wirkt zu unreif. Die Zweiteilung des Films in die berufliche und die private Sparte zeigt zwar auf, wie sehr der Beruf belastet, verlängert den Film aber leider negativ.


Death Proof - Todsicher | Death Proof
Action, 114 Minuten
Kurt Russell, Zoe Bell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito, Sydney Tamiia Poitier, Rose McGowan, Marcy Harriell, Eli Roth
Ein Stuntman tötet junge Frauen mit seinem Auto.

Ja, die Geschichte des Films ist schnell erzählt. Zugehörig zum Grindhousegenre, legt Death Proof auch extra keinen sonderlichen Wert auf Äußerlichkeiten. Im Grunde genommen hat der Film zwei passable Stellen - die Mitte und das Ende. Vor allem die erste Hälfte ist eher belanglos.


Inception
Thriller/Science Fiction, 148 Minuten
Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Michael Caine
Manche Menschen können sich in die Gedanken und Träume von anderen einklinken. Dies wird häufig für Industriespionage benutzt, wie auch beim Fall Saito. Dieser bereitet den Gedankendieben jedoch ein alternatives Angebot: Sie sollen im Falle eines Konkurrenten einen Gedanken in seinen Kopf einpflanzen, statt einfach nur Geheimnisse auszuspionieren.

Toller Film, tolle Geschichte und tolle Optik - auch wenn ich mir von letzterer mehr versprochen habe. Der Einstieg in den Film gelingt zu Beginn fast gar nicht, man muss ständig aufpassen und versteht doch nur die Hälfte. Alle Personen konnte ich mir auch bis zum Schluss nicht einprägen, die Hintergrundgeschichte ist dafür auch so verständlich und umso faszinierender.


Wenn Liebe so einfach wäre | It's Complicated
Liebeskomödie, 120 Minuten
Meryl Streep, Steve Martin, Alec Baldwin, John Krasinski
Ein seit mehreren Jahren geschiedenes Paar trifft bei einer Schulfeier ihres Kindes wieder aufeinander und lernen sich schätzen. Allerdings ist er inzwischen neu verheiratet und sie hat einen netten Verehrer.

War wider Erwarten sogar ganz nett anzuschauen. Meryl Streep und Alec Baldwin spielen gut zusammen. Der Film ist kein großer Wurf, aber belanglos-nett anzuschauen.


Paprika | Papurika
Zeichentrick, 0 Minuten
Wissenschaftler entwickeln den DC-Mini - ein Gerät, mit dem man sich in Träume von Kranken einklinken kann. Paprika ist eine virtuelle Figur in den Träumen, die den Heilungsprozess unterstützt. Ein DC-Mini wird allerdings gestohlen und damit die Träume von Menschen manipuliert. Es kommt zu den ersten Todesfällen, die Grenze zwischen der Realität und den Träumen verwischt immer weiter.

Paprika ist der erste Anime, dem ich inhaltlich gut folgen konnte. Die Geschichte ist nicht so mehrschichtig oder verworren wie bei vergleichbaren Filmen. Paprika zeichnet besonders die fantastischen Bilder aus, die den Film so interessant machen. Diese Bilder lassen sich in realen Filmen einfach nicht darstellen; noch nichtmal in Inception.


Miami Vice
Action, 134 Minuten
Colin Farrell, Jamie Foxx, Li Gong
Crocket und Tubbs ermitteln undercover gegen Drogendealer.

Michael Manns Regiearbeit erkennt man deutlich. Im Gegensatz zu seinem Meisterwerk Heat fehlt es Miami Vice aber an vielem, so dass sich letzteres nicht lohnt. Zu langwierig und langweilig. Collin Farell spielt nicht gut; seine Rolle nehme ich ihm überhaupt nicht ab.


Transformers - Die Rache | Transformers: Revenge of the Fallen
Action, 150 Minuten
Shia LaBeouf, Megan Fox, John Turturro, Tyrese Gibson
Der frühere Anführer der Decepticons wird wiedererweckt und bedroht das Leben auf der Erde. Sam und Mikaela müssen mit den Autobots die Menschheit retten.

Zu viel Action, zu belanglos und damit nicht so unterhaltsam wie der Vorgänger. Transformers 2 fehlt der Humor über sich selbst, der den ersten Teil ausgezeichnet hat.


Iron Man
Action, 126 Minuten
Robert Downey Jr., Terrence Howard, Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow
Tony Stark ist reich, erfolgreich und besitzt eine Rüstungsfirma. Als er bei einem Test neuer Waffen entführt wird, kann er sich mit einem selbstgebauten Anzug befreien. Den Anzug will er nach seiner Rückkehr in der Firma optimieren.

Nachdem der Trailer nicht toll aussah, war ich vom Film positiv überrascht. Unterhaltsam, kurzweilig und witzig. Gwyneth Paltrow mag ich nicht, hier war sie aber wirklich eträglich und sah auch mal gut aus.


Ghost Rider
Action, 114 Minuten
Nicolas Cage, Eva Mendes, Sam Elliott
Der Motorradstuntman Johnny Blaze verspricht dem Teufel seine Seele, wenn dafür sein Vater gerettet wird. Jahre später bekommt Johnny Blaze die Gelegenheit, seinen Pakt zu beenden.

Unglaublich dämlich und uninteressant. Nicolas Cage spielt schlecht, Eva Mendes ist leider nicht mehr als ein Hingucker und Peter Fonda taugt ebenfalls nichts. Dialoge und Special Effects sind nur mäßig.


Phantom: The Submarine | Yuryeong
Thriller, 110 Minuten
Kyung-gu Sol, Woo-sung Jung, Min-su Choi
Nordkorea baut heimlich das erste Atom-Uboot und stattet es mit Atomraketen aus. Das Uboot läuft zu einer geheimen Mission aus.

War in Ordnung, aber kein großer Wurf. Die beklemmende Atmosphäre fehlt, der Handlung ist nicht immer einfach zu folgen.


Ich - Einfach Unverbesserlich | Despicable Me
Zeichentrick, 95 Minuten
Bösewicht Gru möchte der größte Verbrecher der Welt werden und plant mit dem Diebstahl des Mondes seinen größten Coup. Dazu benötigt er aber ein Gerät, das ein aufstrebender junger Schurke besitzt. Gru plant, mit drei kleinen Pfadfinderkindern seinen Plan in die Tat umzusetzen.

Leider sind es meiner Meinung nach vor allem drei negative Attribute, die den Zeichentrickfilm auszeichnen: Langweilig, unlustig und nervig. Das liegt am fehlenden Witz, der mäßigen Story und dem Hauptcharakter, mit dem der Zuschauer keine Bindung eingeht. Jan Delay als Synchronisation für Grus Konkurrenten nervt.


Millenium Trilogie: Verblendung, Verdammnis | Vergebung Män som hatar kvinnor, Flickan som lekte med elden
Thriller, 428 Minuten
Michael Nyqvist, Noomi Rapace, Lena Endre, Peter Andersson
Der schwedische Journalist Michael Blomkvist erhält den Auftrag, die verschwundene Tochter eines reichen Industriellen ausfindig zu machen. Während seiner Ermittlungsarbeiten stößt er auf ein dunkles Geheimnis der Familie und der schwedischen Vergangenheit.

Die drei Filme beruhen auf den gleichnamigen Büchern von Stieg Larsson, die ich nicht gelesen habe. Mir fehlt daher die Vergleichsmöglichkeit, die Filme haben mir aber gut gefallen.


Bandidas
Komödie, 93 Minuten
Salma Hayek, Penélope Cruz, Steve Zahn
In Mexiko werden im 18. Jahrhundert unrechtmäßig Ländereien von Bauern für den Bau von Eisenbahnlinien erpresst. Zwei Töchter, deren Väter sich widersetzten und ermordet wurden, rebellieren und starten einen Feldzug gegen die Banken.

Ohne die beiden Damen hätte ich den Film wahrscheinlich nicht zu Ende gesehen. Langweilig und vorhersehbar, kein rechter Humor und keine gute Unterhaltung.


Shutter Island
Thriller/Drama, 138 Minuten
Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Emily Mortimer, Max von Sydow
Ein US-Marshall und sein neuer Kollege werden 1954 auf einen besonderen Fall angesetzt: Auf einer Insel für geistesgestörte Schwerverbrecher ist eine Mörderin aus ihrer Zelle verschwunden.

Beklemmend, spannend und ein für mich nicht vorhersehbares Ende sind sehr positive Eigenschaften des Films. Kein Film für einen gemütlichen Abend, da er einen runterzieht - aber durchaus empfehlenswert.


Cloverfield
Science Fiction/Horror, 85 Minuten
Lizzy Caplan, Jessica Lucas, T.J. Miller, Michael Stahl-David, Mike Vogel, Odette Yustman
Während einer Party in New York gibt es eine Reihe von seltsamen Ereignissen und Geräuschen in der Stadt. Als es die ersten Fernsehberichte darüber gibt, bricht langsam Panik aus. Die Situation verschärft sich, als das Militär in New York einmarschiert. Handelt es sich um ein Monster, ein Schiffunglück oder doch um eine Naturkatastrophe?

Die Kameraführung ist ähnlich wie beim schlechten Blair Witch Project, allerdings dieses Mal magenverträglicher gemacht. Ich wusste nicht genau, um was es im Film geht und wurde positiv überrascht.


Band of Brothers - Wir waren wie Brüder | Band of Brothers
Kriegsfilm/Drama, 705 Minuten
Scott Grimes, Damian Lewis, Ron Livingston, Shane Taylor, Donnie Wahlberg, David Schwimmer
Die Easy Company ist eine Division der US Army, die im Zweiten Weltkrieg ausgebildet und 1944 nach Frankreich geschickt wird, um gegen die Deutschen zu kämpfen. Die Mini-Serie zeigt einige Stationen der Easy Company.

Band of Brothers besteht aus 10 Folgen und erzählt die Geschichte der Easy Company von ihrer Entstehung, Ausbildung und Entsendung sowie deren Einsätze in Europa. Tolle Serie, die sehr eindrucksvoll die Leiden des Krieges beschreibt. Sehr positiv ist, dass die Amerikaner nicht wie üblich in solchen Produktionen als makellose Helden darstehen - stattdessen werden Fehler auf beiden Seiten aufgezeigt. Die Folgen sind emotional und eindringlich gestaltet und werden nicht langweilig. Highlight ist Folge 9, why we fight. Die Serie hat zurecht FSK18 erhalten, das sollte aber niemanden davon abhalten: Band of Brothers lohnt sich wirklich.


Universal Soldier
Action, 102 Minuten
Jean-Claude Van Damme, Dolph Lundgren, Ally Walker, Ed O'Ross
Die Körper zweier im Krieg getöteter US-Soldaten werden Jahre später von Wissenschaftlern wiederbelebt. Diese Universal Soldier werden für staatliche Sondereinsätze benötigt, ohne dass jemand ihre Herkunft kennt. Die Erinnerung an ihr früheres Leben kehrt aber zurück, wodurch einer der Elitesoldaten zu einer Gefahr wird.

Geradliniger Actionfilm aus den Neunzigern ohne große Highlights. Van Damme spielt aufgrund seiner Rolle als gesteuerter Zombie-Soldat noch hölzerner und mit weniger Emotionen als in den anderen Filmen von ihm, die ich kenne. Die deutsche Fernsehfassung lohnt sich gegenüber der DVD nicht, da sie um fast 20 Minuten gekürzt ist.


Horst Schlämmer - Isch kandidiere!
Komödie/Dokumentation, 96 Minuten
Hape Kerkeling, Alexandra Kamp-Groeneveld, Simon Gosejohann
Hape Kerkelings Figur Horst Schlämmer erhält den Auftrag, im Superwahljahr verschiedene Politiker zu interviewen. Das bringt ihn auf die Idee, selbst in die Politik zu gehen und sich sogar für das Amt des Bundeskanzlers zu bewerben.

Ich mag Hape Kerkeling, leider war der Film ein ziemlich Reinfall. Zu langatmig und zu unlustig. Es fehlt entweder am Witz oder an der Kritik der Gesellschaft bzw. der Politik. Ohne diese beiden Komponenten ist der Film nicht sehenswert in meinen Augen.


Home of the Brave
Drama, 106 Minuten
Samuel L. Jackson, Jessica Biel, Brian Presley, Curtis Jackson, Christina Ricci
Nach ihrer Rückkehr aus dem Irak müssen sich vier ehemalige US-Soldaten wieder an das zivile Leben gewöhnen. Ihre eigenen Probleme, die sie aus dem Krieg mitgenommen haben, lassen sie dabei aber nicht los.

Langweilig, platt und mit leichten Stereotypen versehen. Da wird ein Rückkehrer auf einmal zum Alkoholiker, einer will sich erschießen, hat Probleme mit seiner Familie, wird nicht in der Bevölkerung aufgenommen, hat Probleme mit der Freundin oder wird nicht von den Kindern respektiert. Diese Dinge mögen der Wirklichkeit entsprechen, im Film sind sie aber nicht gut rübergebracht worden, so dass man sich nicht für das Schicksal der Rückkehrer erwärmen kann. Und was macht ein Ich-habe-nur-einen-Gesichtsaudruck-und-kann-nicht-schauspielen 50 Cent in einem Hollywoodfilm? Absolute Fehlbesetzung. Der Charakter hat keinerlei Tiefgang, was aber wahrscheinlich auch am Drehbuch liegt.


Hooligans
Drama/Sportfilm, 109 Minuten
Elijah Wood, Charlie Hunnamm, Geoff Bell, Claire Forlani
Elijah Wood spielt Matt, einen Studenten, der gerade von der Uni Harvard geflogen ist. Er zieht nach London und lernt über den Freund seines Schwagers die Hooliganszene kennen.

Wie ich den fetten Hobbit in Herr der Ringe gehasst habe - dieses "ah, der Frodo"-Denken beim Anschauen von Hooligans ist zum Glück recht schnell vorbei. Überraschenderweise spielt Elijah Wood seine Rolle richtig gut; vom anfänglichen vorsichtigen und ängstlichen Studenten entwickelt er sich nach schnellen Erfolgen bald zu einem unvorsichtigen Draufgänger. Die Handlung ist in Ordnung und der Film spannend. Gute Unterhaltung für zwischendurch, ohne dass großartig der moralische Zeigefinger ausgepackt wird. Einzig der Schluss ist in meinen Augen lächerlich und zu vorhersehbar.


More
Kurzfilm, 7 Minuten
In einer tristen, grauen Stadt lebt ein Arbeiter, der seinen unerfülltes Leben am Fließband verbringt. Sein Traum ist die Erschaffung einer Brille, die das Leben schöner macht. Dazu muss er aber einen Teil von sich aufgeben.

Wunderschöner, animierter Kurzfilm mit mehreren Botschaften für den Zuschauer. Die gezeichnete Welt ist perfekt trist gezeichnet, so dass man den Wunsch des Arbeiters nachempfinden kann. Sehr passend zur dichten Atmosphäre des Kurzfilms ist die musikalische Untermalung mit Elegia von New Order, traurig und doch schön zugleich. Sehr empfehlenswerter Film. Kann auf der offiziellen Seite angeschaut werden.


Lady Vengeance | Chinjeolhan geumjassi
Drama/Krimi, 112 Minuten
Yeong-ae Lee, Min-sik Choi, Su-hee Go, Yea-young Kwon
Die Schülerin Geum-ja wird wegen Entführung und Mordes eines Jungen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Der Fall erregt großes Aufsehen, weil sie nicht aussieht, als wäre sie zu dieser Tat fähig. Als sie entlassen wird, verfolgt sie einen Plan, den sie für lange Zeit im Gefängnis vorbereitet hat.

Lady Vengeance ist der dritte und letzte Teil der Rache-Reihe von Chan-wook Park. Oldboy war grandios, Sympathy for Mr. Vengeance habe ich noch nicht gesehen. Im Vergleich zu Oldboy zieht Lady Vengeance in allen Bereichen den kürzeren - dennoch bleibt es ein guter Film. Von den Hintergründen her gesehen ist er fast zu einfach gestrickt, verliert er gegenüber Oldboy diesen Gänsehauteffekt bei der Auflösung. Die Handlung ist einfach zu verstehen, auch wenn ich wieder Probleme mit den asiatischen Gesichtszügen hatte und die Darsteller zum Teil schwer von einander unterscheiden konnte.


Death Race
Action, 111 Minuten
Jason Statham, Joan Allen, Ian McShane, Tyrese Gibson, Natalie Martinez, Max Ryan, Robin Shou
In einigen Jahren befinden sich die Gefängnisse in privater Hand. Als zusätzliche Einkommensquelle der Pächter gibt es die Death Race - im Fernsehen übertragene Rennen, in denen Gefangene in Autos gegeneinander antreten. Gewinnen sie fünf Rennen, werden sie aus der Haft entlassen. Erlaubt ist während der Rennen alles, um die Konkurrenz auszuschalten. Ein Arbeiter wird zu Unrecht wegen Mordes verhaftet und erhält das Angebot, am Death Race teilzunehmen.

Der Trailer versprach viel, der Film kann die Erwartungen aber nicht halten. Jason Statham bleibt ziemlich blass, an seine guten Leistungen in Transporter kann er nicht anknüpfen. Death Race hat mich eher an zweitklassige Actionfilme erinnert: durchschaubar, uninteressant, unglaublich schlechte und löchrige Handlung. Die Actionsequenzen sind gut, aber nichts was in Erinnerung bleibt. Mehr als fünf Euro würde ich für die DVD nicht ausgeben.


Monster und Aliens | Monsters vs. Aliens
Zeichentrick, 94 Minuten
Durch einen Meteoriteneinschlag wird aus der Braut Susan eine mehrere Meter hohe große Frau. Sie wird vom Militär gefangen genommen und in ein geheimes Versteck gebracht, wo sie die Bekanntschaft anderer "Monster" macht. Als ein Außerirdischer die Erde angreift und konventionelle Waffen scheitern, kommt man auf die Idee, die Monster gegen ihn einzusetzen.

Die Inhaltsangabe klingt böser, als der Film ist. Schließlich ist Monster und Aliens immer noch ein lustiger Comicfilm. Der Präsident wird witzig dargestellt, mein persönliches Highlight ist das grüne Geleewesen B.O.B. Guter Film ohne große Höhepunkte.


Sex, Lügen und Video | Sex, Lies, and Videotape
Drama, 100 Minuten
James Spader, Andie MacDowell, Peter Gallagher, Laura San Giacomo
Ein Mann betrügt seine Frau mit ihrer Schwester. Die Ankunft eines alten Schulfreundes ändert das Leben aller Beteiligten.

Sex, Lügen und Video wurde auf einer Seite als einer der Filme ausgezeichnet, die man unbedingt gesehen haben sollte. Das kann ich nicht bestätigen: Ein Ok-Film, mehr aber auch nicht. Eher langatmig und unspannend, dafür aber mit vier brauchbaren Schauspielern und guter musikalischer Untermalung.


Arlington Road
Thriller, 117 Minuten
Tim Robbins, Jeff Bridges, Joan Cusack, Hope Davis, Robert Gossett
Michael Faraday, Bewohner einer Kleinstadt in den USA, findet das verstörte und mit Brandwunden versehene Kind von Nachbarn auf der Straße und bringt es ins Krankenhaus. Auf der Suche nach Hintergründen stellt Faraday Nachforschungen über die Nachbarn an und stößt auf Ungereimtheiten. Ist Faraday aufgrund seines Berufs als Dozent über Terrorismus nur paranoid oder steckt wirklich etwas hinter seinen Anschuldigungen?

Spannender Thriller, bei dem man sich häufig fragt, ob Faraday richtig liegt oder nur nicht ganz richtig im Kopf ist. Gut gespielt von beiden Hauptdarstellern, das Ende wirkt leider ein wenig konstruiert.


Muxmäuschenstill
Drama/Dokumentation, 89 Minuten
Jan Henrik Stahlberg, Fritz Roth, Wanda Perdelwitz
Herr Mux hat sich zur Aufgabe gemacht, Rechtsverstöße von Bürgern auf eigene Faust zu dokumentieren und seine Täter zu bestrafen. Das Geschäft läuft gut, er kann sogar einen Angestellten engagieren.

Zu Beginn ist der Film recht skurril und witzig. Das ändert sich schnell nach einigen Entscheidungen und Aktivitäten von Herrn Mux, die die schlechte Seite seines Handelns aufzeigen. Er meint es eigentlich nur gut, richtet aber viel mehr Schaden an, als er selbst verhindern kann. Das Ende kann nur als grotesk und böse beschrieben werden. Guter deutscher Film, der aufgrund seines Hauptdarstellers glänzt. Sein in den Grundsätzen gutes Tun entpuppt sich als scheinheilige Farce.


Departed - Unter Feinden | The Departed
Krimi/Thriller, 151 Minuten
Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Alec Baldwin
Zwei Abgänger der Polizeiakademie treten ihren Polizeidienst an. Einer arbeitet als Undercoveragent und wird in die irische Mafia eingeschleust. Der andere arbeitet als normaler Polizist - steht aber auf der Gehaltsliste der Mafia.

Ich mag gute Polizeifilme, Departed ist einer davon. Mit Matt Damon und Leonardo DiCaprio wurden zwei gute Schauspieler für die Rollen der beiden Ratten besetzt. Jack Nicholson ist als alternder Obermafiosi eine gute, wenn auch keine sehr gute Wahl. Sein tatteriges Verhalten und der beginnenden körperliche Verfall passen sehr gut zu ihm - er wirkt nur nicht böse genug für den Kopf der Bande. The Departed bleibt spannend bis zum Ende, auch wenn wir die letzte Aktion im Film nicht ganz einleuchtet.


Inglourious Basterds
Action, 153 Minuten
Brad Pitt, Mélanie Laurent, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Eli Roth, Daniel Brühl, Diane Kruger, Til Schweiger
Im Zweiten Weltkrieg kreuzen sich die Wege einer Jüdin, deren Familie von Nazis ermordet wurden, und eines alliierten Soldaten einer Spezialeinheit. Die unterschiedlichen Ziele führen die beiden zu einem gemeinsamen Feind, den sie bekämpfen müssen.

Ein Film der Gegensätze. Szenen mit langen Dialogen wechseln sich mit kurzen, schnellen Stellen ab. Es gibt viele Tarantino-typische Dialoge und einiges an Gewalt, die aber zu vielen Filmen des Regisseurs einfach dazugehört. Til Schweiger hat eine dankbare Rolle erhalten und spielt gut. Christoph Waltz als distinguierter Offizier spielt toll, auch wenn es meiner Meinung nach keine Oscarrolle war. Brad Pitt ist ungewöhnlich hässlich, spielt seinen Charakter dafür aber ganz gut.


Avatar – Aufbruch nach Pandora | Avatar
Abenteuerfilm/Science Fiction, 162 Minuten
Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Giovanni Ribisi, Michelle Rodriguez
150 Jahre in der Zukunft baut die Menschheit ein wertvolles Erz auf einem urwaldähnlichem Mond in einem anderen Sonnensystem ab. Dabei gibt es Zusammenstöße mit den humanoiden Ureinwohnern, den Na'vi. Ein Team von Spezialisten wird auf den Mond geschickt, um mit den Na'vi mittels einer neuen Technologie Kontakt aufzunehmen und zu verhandeln.

Nur aufgrund eines Gutscheins bin ich in Avatar gegangen, und habe trotzdem noch vier Euro Aufpreis für den Zuschlag als 3D-Film zahlen müssen. Dabei wollte ich den Film gar nicht zwingend sehen, da ein riesen Hype drum gemacht wird. Tjaja, so kann man sich täuschen... denn Avatar ist ein bildgewaltiges Erlebnis, das zudem noch richtig Spaß macht. Mit dem 3D-Sehen hatte ich die ersten 15 Minuten Probleme, mir wurde schlecht. Danach wars bis zum Ende kein Problem mehr. Das 3D-Feeling ist toll und gibt dem Film noch einen Pluspunkt mehr. James Cameron macht zum Glück nicht den Fehler, der in vielen 3D-Produktionen vorkommt: Den Zuschauer mit Effekten zu erschlagen (ins Kinopublikum hineinfliegende Äxte; Raubtiere oder Monster, die Jagd aufs Publikum machen). Stattdessen werden am Anfang ganz leicht, später dann in moderatem Maß die Möglichkeiten des 3D-Sehens aufgezeigt. Tolles Erlebnis. Storytechnisch ist der Film nichts besonderes - ihm wird häufig ein "Pocahontas im Weltall" vorgeworfen. Aber die Geschcichte muss sich dennoch nicht verstecken, viele andere Mainstreamproduktionen bieten nicht mehr Tiefgang. Sam Worthington mag ich seit Terminator 4 gerne, darum habe ich mich über seinen guten Auftritt gefreut. Mit dabei ist auch die Darstellerin der Uhura aus dem aktuellen Star Trek-Film, die ich allerdings nicht erkannt habe. Die Bilder sind wunderschön, James Cameron hat sich sehr viel Mühe mit der Welt von Pandora gegeben und sie detailreich dargestellt. Es gibt so viele Kleinigkeiten, die liebevoll ausgearbeitet und schön anzuschauen sind: Fußabdrücke bei Nacht auf den Bäumen, die eigens entwickelte Sprache der Na'vi, die je nach Stimmungslage anders aussehden Ohren und die eindrucksvollen Battletechs der Menschen. Die Tricktechnik finde ich gut gelungen, hier kann man das Ziel der 300 Millionen Dollar teuren Produktion erkennen. Die Musik von James Horner klingt altbekannt, da sich einige Elemente seiner früheren Werke im Score von Avatar wiederholen. Dennoch ist sie schön und angenehm.
Lohnt sich Avatar ohne 3D? Klar. Das ist ein guter Film. Aber die volle Schönheit des Films gibt es erst mit 3D zu sehen, behaupte ich. Lohnt es sich, trotz des Hypes um den Film reinzugehen? Ja, wenn man sich für schöne Geschichten und tolle Bilder erwärmen kann. Klasse Film, mehr davon!


2012
Katastrophenfilm, 158 Minuten
John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Danny Glover
2009 stellen Forscher fest, dass sich die Erdkruste verschieben und kaputtgehen wird. Das würde das Ende der Welt bedeuten. Drei Jahre später ist es soweit.

Ich war froh, als endlich der Abspann lief und gleichzeitig sauer, soviel Geld für einen schlechten Film bezahlt zu haben. Unglaublich dämliche Dialoge, einige schlechte Schauspieler und vor allem völlig unglaubwürdige Charaktere. Da gibt es einen Inder, der kurz vor seinem Tod durch eine Riesenwelle nichts anderes zu tun hat, als den Hauptdarsteller anzurufen, statt sich um Frau und Kind zu kümmern, die direkt neben ihm sind. Oder die vielen Arbeiter und Sicherheitsleute, die die rettenden Schiffe für die oberen 10.000 bauen und anfangs brav nebendranstehen und nicht auf die Idee kommen, selber aufs Schiff zu gehen. Sondern helfenhaft den Unterklassentod zu sterben. So viele Beispiele... Und warum geht man in einen Katastrophenfilm? Wegen den Bildern und den Effekten. Und beides war in Ordnung, mehr auch nicht. Roland Emmerichs Aussage, der Zuschauer würde den Unterschied zwischen Wirklichkeit und computererzeugten Effekten nicht bemerken, kann ich nicht zustimmen. Eine gute Alternative zu 2012? Day after Tomorrow.


Watchmen - Die Wächter | Watchmen
Action, 162 Minuten
Billy Crudup, Matthew Goode, Jackie Earle Haley
In einer alternativen Realität in den 80er Jahren leben eine Handvoll ehemaliger Superhelden zurückgezogen und unerkannt von der normalen Welt. Der Tod eines Kollegen führt viele von ihnen wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie den Mörder ausfindig machen.

Interessanter Ansatz und schöne Bilder. Aber: zu langweilig. Superhelden stelle ich mir kurzweiliger vor. Toll fande ich Rohrschach, sein Gesicht war schön animiert. Und von der Denkweise und seiner Handlung her hat er sich angenehm vom Rest abgehoben. Grundsätzlich in Ordnung, aber weit weg von netter Feierabendunterhaltung wie X-Men.


Lord of War - Händler des Todes | Lord of War
Drama/Action, 122 Minuten
Nicolas Cage, Jared Leto, Ethan Hawke, Bridget Moynahan
Nicholas Cage spielt einen Waffenhändler. Der Film erzählt die Geschichte seines Aufstiegs und Falls.

Lord of War ist vom Stil her ähnlich aufgemacht wie der grandiose Scarface, erreicht aber nicht dessen Qualität. Zum einen ist Nicholas Cage wieder mal mit seiner Rolle überfordert und taugt nicht wirklich für die Hauptrolle. Was ich dem Film noch anlasten muss ist die Tatsache, dass der Zuschauer recht schnell über die Folgen der Waffengeschäfte hinwegsieht. Schlecht ist der Film dennoch nicht, man hätte nur mehr draus machen können. Der Soundtrack bietet einige tolle, passende Lieder und das Intro ist grandios.


The Dark Knight | Batman: The Dark Knight
Action, 152 Minuten
Christian Bale, Heath Ledger, Aaron Eckhart, Michael Caine, Maggie Gyllenhaal, Gary Oldman, Cillian Murphy, Morgan Freeman
Der Joker ist der neue Bösewicht in Gotham City und schreckt vor nichts zurück, um sein Ziel zu erreichen: Die Demaskierung von Batman.

Genauso muss eine Batman-Verfilmung sein. Kein quietschebuntes peinliches Filmchen wie der Teil mit Arnold Schwarzenegger, sondern wie im letzten Teil ein Batman mit Ecken und Kanten. Und sehr düster. Toll gemacht. Viel und gut gemachte Action, gute Musik, ein zerissener Held und eine spannende Geschichte. Und auch wenn es viele Leute wegen seines Todes gesagt haben: Heath Ledger spielt die Rolle seines Lebens. Grandios, wie er den Joker spielt. Sollte es einen weiteren Teil geben mit Christian Bale in der Hauptrolle und Christopher Nolan als Regisseur, freu ich mich wieder sehr drauf.


Wanted
Action, 101 Minuten
James McAvoy, Morgan Freeman, Angelina Jolie, Thomas Kretschmann
Wes ist ein jugendlicher Loser, bis er auf ein Mitglied einer Geheimorganisation trifft. Von diesem Zeitpunkt an wird er zum perfekten Killer ausgebildet. Er findet aber einige Ungereimtheiten in Bezug auf die Bruderschaft heraus.

Kopf aus, Spaß an. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Angelina Jolie ist zu knöcherig, als dass sie gut aussieht, aber das ist nebensächlich. Wer sich den Film anschaut, mag geradlinige Action, sinnfreie Dialoge, viel Geballer und schön geschnitte schnelle Actionszenen. Und von all dem bietet Wanted reichlich.


I Am Legend
Science Fiction/Horror, 101 Minuten
Will Smith, Alice Braga, Charlie Tahan
Eine Seuche hat den Großteil der menschlichen Bevölkerung auf der Erde ausgelöscht. Die Menschen wurden zum Teil in zombieartige Wesen verwandelt. Will Smith spielt einen Forscher, der in einer menschenleeren Stadt allein auf sich gestellt ist und versucht, ein Gegenmittel zu finden.

Die Neuauflage des Sci-Fi-Klassikers "Der Omega-Mann" ist gelungen. Will Smith spielt wie gewohnt gut. Der Film ist durchweg spannend und bietet einige Schockeffekte. Langweilig ist er sicher nicht. Tolle Aufnahmen der leeren Stadt. Empfehlenswert.


Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers | The Mummy: Tomb of the Dragon Emperor
Abenteuerfilm, 112 Minuten
Brendan Fraser, John Hannah, Jet Li, Michelle Yeoh
Die Archäologen Rick und Evelyn haben sich zur Ruhe gesetzt. Sie willigen aber dennoch zu einem letzten gemeinsamen Einsatz ein, der sie nach China führt. Dort kommen sie einem Komplott auf die Schliche.

Vergleichen mit den beiden Vorgängern ist der Film eine ziemliche Enttäuschung. Der dritte Teil ist viel schlechter als seine beiden Prequels. Der Witz fehlt, die Effekte sind nicht wirklich gut.


Kung Fu Panda
Zeichentrick, 92 Minuten
Po ist ein junger Panda, der unbedingt ein Kungfukämpfer werden will. Dagegen spricht allerdings sein Gewicht und seine behäbige Art. Außerwill soll Po in die Fußstapfen seines Vaters treten und Nudelverkäufer werden. Po bekommt durch einen Zufall eine Chance und muss sich als Kämpfer bewähren, in dem er sein Dorf vor einer großen Gefahr beschützt.

Lustig, unterhaltsam und amüsant. Ein netter Comicfilm für Alte und Junge, der kurzweilig ist und einen toll gezeichneten Bösewicht bietet.


Hancock
Science Fiction/Komödie, 92 Minuten
Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman
Hancock ist ein Superheld, der aus persönlichen Gründen alkoholisiert seine Einsätze absolviert. Damit schadet er der Bevölkerung mehr, als er ihr nützt. Er ist deswegen nicht gut angesehen und nimmt ein Angebot eines PR-Beraters an, sein Image als Superheld aufzupolieren.

Ok, aber ein bisschen zu öde. Ich hatte mir mehr Action, mehr Superhelden gewünscht. Stattdessen gab es viel Blabla, zuviel Drama und schlechte Laune des Titelhelden.


About a Boy - oder der Tag der toten Ente | About a Boy
Komödie, 101 Minuten
Hugh Grant, Nicholas Hoult, Toni Collette, Rachel Weisz
Will ist Anfang 30, lebt ein sorgenfreies Leben und hat es sich zur Aufgabe gemacht, alleinerziehende Mütter aufzureißen. Die Probleme beginnen für ihn, als er ein kleines Kind erfindet, um mehr Erfolg bei Frauen zu haben.

Hugh Grant ist die perfekte Besetzung für Will. Er bringt den glücklichen Junggesellen gut rüber. Marcus und seine Mutter passen auch gut in das Schema rein und ergänzen sich mit Will prima. Die Stimme aus dem Off, die Wills Gedanken darstellt, bietet viel zu Lachen. Gegen Ende zieht sich der Film ein bisschen, er hätte 20 Minuten vorher aus sein können. Gute Werbung für die Buchvorlage von Nick Hornby.


Ghost in the Shell | Kokaku kidotai
Zeichentrick/Science Fiction, 82 Minuten
In der Zukunft leben Androiden, künstlich verstärkte Menschen und Maschinenwesen nebeneinander her. Als sich ein unbekannter Hacker an künstlichen Menschen zu schaffen macht und sie kontrolliert, wird eine Einsatztruppe auf ihn angesetzt.

Mit Animes habe ich meine Probleme, Ghost in the Shell stellt eine angenehme Ausnahme dar. Gute Geschichte, die ein bisschen von Blade Runner hat und in vielen Science Fiction-Romanen bearbeitet wurde. Die Grafik ist hübsch, die Musik gut gelungen. Die Story ist wie üblich schwer verständlich zu Beginn, mit der Zeit versteht man aber die Zusammenhänge. Ein guter Einstieg in die Welt der Animes.


Maria voll der Gnade | Maria Full of Grace
Drama, 101 Minuten
Catalina Sandino Moreno, Yenny Paola Vega, Wilson Guerrero
Maria lebt mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen in Kolumbien. Als sie ein Angebot bekommt, als Drogenkurier arbeiten zu können, sieht sie das als ihre Chance, an Geld zu kommen.

Klasse gespielt, gut inszeniert und schön gemacht. Der Film wirkt realistisch, auch wenn ich nichts über diese Arbeit sagen kann. Aber ich kann mir vor vorstellen, dass es so ähnlich auch in der Realität ablaufen kann.


Spanglish
Tragikomödie, 131 Minuten
Adam Sandler, Téa Leoni, Paz Vega, Cloris Leachman
Eine neu in die USA eingereiste Mexikanerin bekommt bei einer Familie den Posten als Haushälterin angeboten. Die Unterschiede zwischen beiden Kulturen und Familien behandelt der Film.

Anfangs eine vielversprechende und witzige Komödie, wandelt sich der Film leider im zweiten Teil in eine unerträgliche Liebesgeschichte. Téa Leoni und Paz Vega spielen gut, Adam Sandler mimt den üblichen Trottel und bietet nichts neues. Ab der Mitte des Films geht fast jeder Witz und Spaß verloren, verschenktes Potential.


Die Fürsten der Dunkelheit | Prince of Darkness
Horror, 102 Minuten
Donald Pleasence, Jameson Parker, Victor Wong, Alice Cooper
In einer Kirche wird ein seltsames Artefakt entdeckt, das 2000 Jahre in Besitz einer Bruderschaft und von der Öffentlichkeit verborgen war. Eine Forschergruppe aus der Universität macht sich an die Entschlüsselung.

20 Jahre alt, und kein bisschen langweilig. Spannend, kurzweilig und trotz der billigen Produktion kein typisches B-Movie. Der Cast ist brauchbar, der Score - ebenso wie die Regie von John Carpenter - grandios und sorgt immer mehr für Gänsehaut. Die gibts auch in zwei, drei Szenen, bei denen ich mich dann doch im Zimmer umgeschaut habe, ob niemand hinter mir steht :) Sehr zu empfehlen, wenn man diese Art Filme mag. Bietet Potential zum Nachdenken.


Der Fluch der goldenen Blume | Man cheng jin dai huang jin jia
Drama, 114 Minuten
Chow Yun-Fat, Gong Li, Liu Ye
China, 10. Jahrhundert: Die Kaiserin hat einen Geliebten, der Kaiser versucht sie zu vergiften. Der Film erzählt die Intrigen und Wirrungen der kaiserlichen Familie mit ihren Söhnen.

Bildgewaltig. So viele verschiedene Farben, schön arrangiert und zusammengestellt, habe ich noch niemals in einem Film gesehen. Der Zuschauer fühlt sich als Teil der Kaiserfamilie, mit all ihren Vorzügen. Tolle Bilder, der Rest des Films reicht aber nur zu einem ok. Gegen Ende zieht sich der Film etwas, man wird dafür durch die letzte Schlacht belohnt bei der zehntausende Menschen sterben - und es ist so geschickt inszeniert, dass es den Zuschauer erstaunlich kalt lässt. Was tut man nicht alles für die kaiserliche Familie.


Die Welle
Drama, 110 Minuten
Jürgen Vogel, Christiane Paul, Frederick Lau
Ein Lehrer gestaltet während der Projekttage sein Thema besonders praxisnah: Zum Thema der Diktatur lassen sich alle auf ein Experiment ein, das aber schnell aus der Bahn gerät.

Ich wiederhole mich ungern - aber wiedermal ein guter deutscher Film. Es wird ja öfters über deutsche Filme gemeckert, aber zu unrecht, denn die Welle ist gut gemacht. Der Film versucht, sich dem Lauf der Zeit anzupassen und präsentiert sich dabei recht modern. Jürgen Vogel und Christiane Paul spielen gewohnt gut. Was mir weniger gefallen hat sind manche Darstellungen der Jugendlichen, das sieht ein bisschen unrealistisch aus. Alles in allem lohnenswert.


Shooter
Action, 124 Minuten
Mark Wahlberg, Danny Glover, Rhona Mitra
Swagger, einer der besten Scharfschützen der USA, wird für einen geheimen Einsatz herangezogen, bei dem ein Attentat auf den Präsidenten vereitelt werden soll. Swagger wird jedoch in ein Komplott hineingezogen und muss nun seine Unschuld beweisen.

Leider nichts besonderes, nach dem guten Trailer hatte ich mir mehr versprochen. Der Film patzt nirgends, ist dafür aber auch in keinem Bereich gut.


Apocalypto
Action, 137 Minuten
Rudy Youngblood, Dalia Hernández, Jonathan Brewer
Eine Gruppe von Mayas wird eines Tages überfallen und gefangen genommen. Sie werden abtransportiert und sollen als Sklaven und Menschenopfer verkauft werden. Einem jungen Mann gelingt dabei die Flucht.

Düster, spannend, blutig - und ziemlich gut gespielt. Apocalypto hat mich ziemlich mitgenommen, die damalige Gesellschaft ist mit ihren Menschenopfern doch ziemlich brutal für europäische Verhältnisse. Klasse Schauspieler, schöne Bilder und die Nichtverwendung der deutschen Sprache machen den Film sehenswert.


Heat
Action, 171 Minuten
Robert de Niro, Al Pacino, Val Kilmer, Natalie Portman, Jon Voight
Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter läuft etwas schief. Ein hervorragender Detective macht sich an die Suche der Gangster, hat aber nicht mit deren schlauen Anführer gerechnet.

Tolle Schauspieler, gute Geschichte und klasse Inszenierung. Heat macht Spaß und ist weit entfernt vom tumben Actioneinerlei. Allein schon wegen dem Haus von Robert de Niro lohnt sich der Film, unglaublich schön. Die Zusammenarbeit der Gruppe ist grausam, aber bewundernswert professionell. Auch grandios: Das Spiel der beiden professionellen Hauptdarsteller - Verbrecher gegen Staatsapparat, und wie sie damit umgehen. Das Treffen der beiden im Cafe ist unglaublich persönlich und ungewöhnlich für die Beiden. Außerdem enthält der Film eine der besten Schießereien, die ich kenne. Klasse gemacht, hoch spannend und mittendrin-statt-nur-dabei. Wie gut, dass dabei keine Musik gespielt wird, das verstärkt die Szene nur noch mehr.


Die Bourne Verschwörung | Bourne Supremacy
Action, 108 Minuten
Matt Damon, Franka Potente, Julia Stiles, Karl Urban, Brian Cox
Jason Bourne hatte sich zur Ruhe gesetzt, wird aber durch einen Attentäter aufgescheucht. Als man ihm auch noch einen Mord anhängen will, macht er sich erneut auf die Suche nach seiner Vergangenheit.

Kommt nicht ganz an den Vorgänger ran, ist aber dennoch ein guter Nachfolger und klasse Film. Wieder mal wird die Agentengeschichte auf eine besondere Art erzählt, die authentisch wirkt. Spannend, unterhaltsam. Die Kameraführung ist wieder gut gelungen, die Musik toll inszeniert und passt sich sehr gut den Szenen an. Die Verfolgungsjagd in Moskau ist richtig toll, Bournes russicher Gegenspieler ein würdiger Gegner, den ich gerne nochmal in weiteren Filmen sehen würde. Das Gespräch mit der Tochter ist aufgrund des Dialoges mit den abgedroschenen Sprüchen richtig schlecht, gerät danach aber wegen dem tollen Ende schnell in Vergessenheit. Gutes Ende, macht Lust auf mehr und die Musik ist toll. Ich freu mich auf den dritten Teil.


Rocky
Sportfilm, 114 Minuten
Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Carl Weathers
Rocky ist ein ärmlicher Boxer, der sich mit kleinen Kämpfen und Gelegenheitsjobs als Geldeintreiber seinen Lebensunterhalt verdient. Durch Zufall erhält er die Chance seines Lebens: er soll gegen den akuellen Weltmeister boxen.

Der amerikanische Traum wird wahr, ein kleiner ärmlicher Nichtsnutz, aber mit dem Herz am rechten Fleck, kann sich seinen Weg nach oben erkämpfen. Der Weg bis dahin ist steinig und schön umgesetzt. Nett zu sehen, wie der leicht doofe Rocky von vielen ausgenutzt wird, dennoch aber alles richtig macht. Die Bilder vom Kampf sind schön und prägen sich ein, genauso wie die Titelmelodie. Ein Klassiker.


Der Zauber von Malèna | Malèna
Drama, 92 Minuten
Monica Bellucci, Giuseppe Sulfaro
Italien, zweiter Weltkrieg: Ein Junge sieht die ältere Tochter eines Lehrers und verliebt sich in sie, ohne dass sie aber Notiz von ihm nimmt. Der Altersunterschied, Malènas Mann und die Dorfgemeinschaft verschlechtern die Situation.

War in Ordnung, mehr aber auch nicht. Die Lügen im Dorf sind wohl typisch und gehören auch heute noch zu dem, was wohl Dorfgemeinschaft genannt wird. Gegen Ende des Films bleiben noch einige Fragen offen, was einen unausgereiften Eindruck hinterlässt. Schönes musikalisches Thema des Films.


True Lies - Wahre Lügen | True Lies
Action/Komödie, 144 Minuten
Arnold Schwarzenegger, Jamie Lee Curtis, Tom Arnold, Bill Paxton, Tia Carrere
Harry ist Agent und arbeitet für eine Antiterrorbehörde. Seine Frau glaubt, er sei Computerfachmann. Durch Zufall geraten beide in ein Abenteuer, bei dem sie die USA vor Atomanschlägen schützen müssen.

Genau mit der richtigen Mischung aus Ernst und Ironie, besitzt der Film die Gabe sich selber auf den Arm zu nehmen. Die Dialoge sind witzig, vor allem die Arbeit in Arnies Team macht Spaß beim Zuschauen. In der Mitte des Films gibts einen kleinen Hänger, das bessert sich dann aber auch wieder gegen Ende.


Million Dollar Baby
Drama, 132 Minuten
Clint Eastwood, Hillary Swank, Morgan Freeman
Eine aus ärmlichen Verhältnissen stammende Frau erkämpft sich den Respekt eines Trainers, der aus ihr eine gute Boxerin macht.

Tolle Leistung der drei Darsteller, gute Regiearbeit von Clint Eastwood. Das Geschehene wirkt authentisch und ist gut inszeniert, wenn auch nicht so reißerisch dargestellt wie bei Rocky. Emotional belastend ist der Film ebenso, wenn auch nicht so stark wie Eastwoods Mystic River. Mit Rocky nur ansatzweise vergleichbar - gleiches Genre, aber Million Dollar Baby kratzt nicht nur an der Oberfläche und bietet viel tiefere Inhalte.


Killing Fields - Schreiendes Land | The Killing Fields
Kriegsfilm, 141 Minuten
Sam Waterston, Haing S. Ngor, John Malkovich
Ein Reporter der New York Times wird in den Siebzigern nach Kambodscha geschickt, um mit seinem Übersetzer vorort über die Auswirkungen des Krieges zu reden. Erst im Laufe der Zeit begreift er das wahre Ausmaß des Krieges.

Ein eindringlicher und guter Film, der aber an seiner Länge krankt. Die gezeigten Dinge sind schlimm genug, da möchte man als Zuschauer möglichst schnell damit anschließen können. Leider gibts aber einige Längen, die es ungemütlicher machen. Die Intensität der Kriegsszenen war gut dargestellt, auch hier wirkte es sehr authentisch.


Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind | Confessions of a Dangerous Mind
Thriller/Krimi, 113 Minuten
George Clooney, Sam Rockwell, Drew Barrymore, Rutger Hauer, Julia Roberts
Ein Fernsehproduzent lässt sich in den 60ern vom CIA anwerben und wird zum Killer ausgebildet. Doch als ein Insider Leute aus der CIA umbringt, muss er sich auf die Suche nach ihm machen.

Interessante Geschichte, angeblich beruhend auf einer wahren Begebenheit. Der Film hat mir gut gefallen, allerdings bleibt nicht viel von ihm in Erinnerung. Beim Schreiben dieser Kritik fällt mir auf, dass ich vom Ende abgesehen mich kaum noch an Details erinnern kann.


Ratatouille
Zeichentrick, 106 Minuten
Eine Ratte möchte unbedingt Koch in einem angesehenen französischen Restaurant werden. Durch einen Zufall lernt sie eine Küchenhilfe kennen und schließt eine Vereinbarung mit ihr: Versteckt wird sie die Geschicke des Jungen leiten, der damit als Koch fungiert obwohl er davon keine große Ahnung hat.

Auch ein Film den ich anfangs nicht sehen wollte und der mir gegen Ende dann doch gut gefallen hat. Nicht die gleiche Qualität wie die anderen Disney-/Pixarfilme, aber dennoch unterhaltsam. Überaus sehenswert ist der Vorfilm mit den Aliens. Hoffe, der ist auf der DVD des Films auch enthalten.


Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer | Atanarjuat, the Fast Runner
Drama, 172 Minuten
Natar Ungalaq, Sylvia Ivalu, Peter-Henry Arnatsiaq
Eine Geschichte über zwei Inuitfamilien, bei denen es wegen Streitigkeiten zu einem Mord kommt.

Unterträglich lange und langweilig. Einige sehenswerte Aufnahmen des Landes und interessante Ansichten des trostlosen Lebens dort trösten nicht über die Langeweile hinweg. Die vielen gewonnenen Preise kann ich hier nicht nachvollziehen.


The Descent - Abgrund des Grauens | The Descent
Thriller/Horror, 99 Minuten
Shauna Macdonald, Natalie Jackson Mendoza, Saskia Mulder
Einige Freundinnen wollen eine Abenteuertour erleben und steigen in eine Höhle hinab. Doch der Trip entpuppt sich als tödliche Falle.

Sehr spannend, richtig gute Schockmomente und ein Ende zum Nachdenken. Die Frauen kämpfen und handeln zum Glück nicht ganz so stupide wie in vergleichbaren Filmen. Für einen spannenden Abend absolut geschaffen und empfehlenswert, nur zu schreckhaft sollte man nicht sein.


Ronin
Action, 121 Minuten
Robert de Niro, Jonathan Pryce, Jean Reno, Katarina Witt, Sean Bean
Sechs Leute werden angeheuert, um einen Koffer zu stehlen. Alle Beteiligten sind Spezialisten auf ihren jeweiligen Gebieten und sollen einen Plan ausarbeiten, wie sie an das Objekt kommen sollen. Doch manche im Team arbeiten auf eigene Rechnung.

Große Leute, große Geschichte, großer Film. Sehr schön gemacht, äußerst spannend mit vielen Wendungen und Überraschungen für den Zuschauer. Hier gibt wenig gekünstelte Action, vieles wirkt wie aus dem richtigen Leben gegriffen, die Handlung ist logisch und besitzt Hand und Fuß. Und gerade deswegen wirkt Ronin authentisch. Kein bisschen langweilig.


Die Bourne Identität | The Bourne Identity
Action, 119 Minuten
Matt Damon, Franka Potente, Clive Owen, Julia Stiles
Ein junger Mann ohne Erinnerung an sein Leben wird aus dem Meer gerettet. Als er sich nach und nach auf die Suche nach der Vergangenheit macht, setzen verschiedene Leute viel daran, ihn aus dem Weg zu räumen.

Ebenfalls lange Zeit nicht mehr gesehen, und nachdem es den Film zum kleinen Preis beim Händler des Vertrauens gab, konnte man hier nichts falsch machen. Matt Damon macht trotz seines jungen Alters und des nicht gerade typischen Vertreters eines Geheimagenten eine gute Figur. Story, Action und Spannung sind ausgesprochen gut. Schnitt und Kamera finde ich hervorragend, da oft der übliche Weg verlassen wird und erfolgreich was neues ausprobiert wird.


Casshern
Action/Fantasy, 117 Minuten
Yusuke Iseya, Kanako Higuchi
In einer verseuchten Welt wird mit speziellen Zellen experimentiert, mit denen übermenschliche Wesen erschaffen werden. Die meisten werden umgebracht, die Überlebenden schließen sich zum Kampf gegen die Menschheit zusammen.

Schöne Bilder, nette Kämpfe. Aber viel zu wirr, zu esotherisch, zu unstruktueriert. Es dauert viel zu lange, bis endlich Klarheit geschaffen wird.


Hotel Ruanda | Hotel Rwanda
Drama, 121 Minuten
Don Cheadle, Nick Nolte
Als 1994 der Bürgerkrieg in Ruanda ausbricht und Hutu gegen Tutsi kämpfen, bleiben die UNO und die Welt stumm. Ein Hotelmanager entschließt sich, Hunderte von Flüchtlingen in seinem Hotel aufzunehmen.

Schrecklich eindrucksvoll. Bei Don Cheadle weiß ich nicht, ob er die Idealbesetzung für die Hauptrolle war. Ich kenne ihn aus recht belanglosen Filmen, das hatte ich immer vor Auge als ich ihn sah. Dennoch schafft er es, seine Rolle glaubwürdig rüberzubringen. Teilweise sehr heftige Bilder, beklemmend umgesetzt.


The Crow - Die Krähe | The Crow
Action, 98 Minuten
Bradon Lee, Bai Ling
Ein junges Paar wird einen Tag vor seiner Hochzeit auf grausame Weise getötet. Der Bräutigam wird ein Jahr nach der Tat wieder erweckt und nimmt als fast unbesiegbarer Geist Rache an den Tätern.

Lange nicht mehr gesehen, und wieder sehr genossen. Kurzweilig, spannend, erfüllt einen Sinn nach Gerechtigkeit. Dass der Hauptdarsteller während der Dreharbeiten gestorben ist und durch jemand anderes ersetzt wurde, ist mir nicht aufgefallen.


Die Maske des Zorro | The Mask of Zorro
Abenteuerfilm/Komödie, 136 Minuten
Antonio Banderas, Catherine Zeta-Jones
Zorro hat Probleme mit seinem Sohn und seiner Frau. Zu allem Überfluss gibt es politische Strebungen die Bundesstaaten am Beitritt zum Staatenbund hindern wollen. Zorros Frau reicht die Scheidung ein und lernt einen Franzosen kennen, der mit den aktuellen Geschehnissen in Verbindung stehen könnte.

Schmalzig, aber unterhaltsam. Die Diskussionen zwischen Zorro und seiner Frau sind teilweise ganz nett gemacht. Das Kind ist wie üblich überflüssig, nervt aber nicht so sehr wie in vergleichbaren Filmen.


Transformers | Transformers: The Movie
Action, 144 Minuten
Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel, Jon Voight, John Turturro
Zwei außerirdische Roboterrassen suchen auf der Erde nach einem wichtigen Artefakt, das der Gegenseite nicht in die Hände fallen darf. Ein Teenager entdeckt einen der Transformer und wird dadurch in die Geschichte zur Rettung der Erde hineingezogen.

Ein Film von Michael Bay? Basierend auf Kinderspielzeug? Nie im Leben gehe ich da rein, so dachte ich doch bis vor kurzem. Patricks Meinung zum aktuellen Blockbuster hat mich dann doch neugierig gemacht. Und ich habe es nicht bereut. Zwar gibt es die üblichen Meckereien über Michael Bay, Kriegsfanatiker, dümmliche Dialoge und Szenen bei denen man nur die Augen verdrehen kann. Aber diese Dinge sind doch in der Unterzahl, der Film unterhält einfach sehr gut. Sobald der witzige Teil der Action weicht, kracht es ordentlich. Die Trickeffekte sind toll, die Musikauswahl ist gigantisch - kein Hiphop, fast nur gitarrenlastige Musik. Die Credits werden mit der Doomsday Clock von den Smashing Pumpkins hinterlegt, einfach wunderbar. Optisch ist nicht nur die Tricktechnik herauszuheben, auch die weibliche Hauptrolle in Form von Megan Fox sorgt für gute Laune. Die Witze kommen zum großen Teil gut an, auch weil sich der Film nicht bierernst nimmt. Wenn ich die Blockbuster in diesem Sommer vergleiche, schneiden die Simpsons ganz schlecht gegen die Transformers ab. Zwei Wehrmutstropfen zum Schluss: Der Film hätte noch viel länger gehen können und hört zu früh auf - und das schönste Auto überhaupt, ein 2005er Ford Mustang, gehört leider zur Seite der Bösen und ist daher auch nur selten zu sehen. Autobots, transformiert Euch!


Die Simpsons - Der Film | The Simpsons Movie
Zeichentrick/Komödie, 87 Minuten
Homer entsorgt seinen Müll im Lake Springfield. Das hat eine größere Umweltkatastrophe zur Folge, die der amerikanische Präsident auf Anraten der Umweltbehörde mit einem besonderen Mittel beheben will: Springfield wird unter eine riesige Glaskuppel gepackt, durch die niemand rein oder raus kommt. Als bekannt wird, wer für dieses Desaster verwantwortlich ist, fliehen die Simpsons vor dem rachsüchtigen Mob.

Hat mich leider nicht angesprochen, obwohl ich die Serie gerne sehe. Simpsons - der Film krankt an zu viel unlustigen Szenen, es fehlt die Kurzweiligkeit, die die Serie ausmacht. An Marges neue Synchronstimme gewöhne ich mich nicht, es fehlt einfach die Stimme von Elisabeth Volkmann, die vor einem knappen Jahr gestorben ist. Der Kinofilm ist fast schon ein wenig zu düster, Homer verhält sich gewohnt dämlich, aber fast schon verletztend. Die bekannten Nebencharaktere aus der Serie werden zu wenig genutzt und hätten eine größere Bedeutung verdient. Leider reicht es nur zu einem OK für den Film, mehr aber auch nicht.


Stirb langsam 4.0 | Live Free or Die Hard
Action, 130 Minuten
Bruce Willis, Timothy Olyphant, Justin Long, Kevin Smith
Es finden Anschläge in der USA statt die das Ziel haben, die komplette IT außer Kraft zu setzen. Das hat Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt, Sicherheit, Kommunikation. John McLane ist wieder mal zur falschen Zeit am falschen Ort und wird so in die Geschichte reingezogen.

Bruce Willis ist alt geworden, er beherrscht das Genre aber dennoch, mit dem er berühmt geworden ist. Die Hard 4.0 macht Spaß und bietet gute Unterhaltung - mehr wollte ich gar nicht, bin daher zufrieden. Es gibt tolle Stunts zu bewundern, einen üblichen Bösewicht und wieder viele nette Oneliner und Dialoge mit seinem unfreiwilligen Partner. Die Hard 4.0 passt gut zu seinen Vorgängern - wenn man sie gemocht hat, wird man das auch mit dem aktuellen Teil tun.


Das Leben der Anderen
Drama, 137 Minuten
Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur
Ein Stasi-Abhörspezialist bekommt den Auftrag, den Dichter und Künstler Dreyman zu überwachen. Die Wohnung wird verwanzt, von nun an wird der Stasimann Bestandteil von Dreymans Leben.

Beeindruckender Film, der seine Auszeichnung zurecht bekommen hat, auch wenn mir hier die Kategorie egal war. Alle Hauptdarsteller haben ihre Sache gut gemacht, auch die Nebenrollen waren gut besetzt. Der Film macht Spaß beim Anschauen, ohne den nötigen Ernst vermissen zu lassen und drückt auch nicht allzu stark auf die Tränendrüse. Klasse, mal wieder ein weiterer sehr guter deutscher Film.


Nothing
Komödie, 90 Minuten
David Hewlett, Andrew Miller
Dave und Andrew sind zwei Verlierer, die zusammen in einem Haus an einer Autobahnkreuzung leben. Dave ist ein Träumer, Andrew hat vor allem Angst und hat das Haus schon ewig nicht mehr verlassen. Eines Tages kommen beide in eine Situation, die sie beide ins Gefängnis bringen wird und ihre Existenz bedrohen könnte. Auf einmal verschwindet alles um sie herum - nur das Haus und die beiden verbleiben im Nichts, das sich strahlend weiß in alle Richtungen erstreckt.

Witzige Idee, zwei verschrobene Charaktere - allerdings fangen die beiden Hauptdarsteller nach 30 Minuten an, kräftig zu nerven. Das Geschrei, das Gezappel und die Marotten sind doch ziemlich übertrieben und machen keinen Spaß mehr. Dann gehen doch die Ideen aus und der Film wird eher eintönig.


Local Hero
Drama/Komödie, 111 Minuten
Burt Lancaster, Peter Riegert, Fulton Mackay
In der Nähe eines kleinen schottischen Fischerdorf wird Öl gefunden. Ein amerikanischer Ölkonzern möchte diese Chance nutzen und schickt einen jungen Mann als Abgesandten hin, der die Lage erörtern soll und den paar Einwohnern Haus und Land abkaufen soll. Der Jungmanager verliebt sich aber in die Landschaft und den Ort, so dass die Verhandlungen einen ganz anderen Verlauf nehmen.

Von den Ansätzen her gut, dennoch wirkt der Film nicht ausgereift. Das Ende ist abrupt, es gibt einige Längen im Verlauf der Handlung und leider werden auch einige Charaktere nicht weiter ausgebaut: Die Absicht der Inszenierung mit Psychater Moritz vom Chef des Konzerns bleibt ebenso unklar wie der Gehilfe von MacIntire und seine neue Liebe.


Godzilla: Final Wars | Gojira: Fainaru uôzu
Action/Science Fiction, 125 Minuten
Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Kazuki Kitamura
Aufgrund von Kriegen und biochemischen Nebenprodukten entstehen auf der Erde in naher Zukunft Monster, die ganze Städte verwüsten. Kurz bevor die Situation eskaliert, tauchen unerwartet Außerirdische auf, die sich des Problems annehmen. Spezialeinheiten entdecken aber danach, dass die Außerirdischen die Hilfe nur vorgetäuscht haben und die Erde erobern wollen. Der Menschheit bleibt nur ein letzter Ausweg: Godzilla wiedererwecken, der in einem Eisgefängnis in der Antarktis festgehalten wird und ihn als Waffe gegen die Invasoren einsetzen.

Nach einem recht zähen Beginn bietet Godzilla dann doch noch brauchbare Unterhaltung, aber auf einem äußerst trashigen Niveau. Die Idee, Handlung und Charaktere entsprechen in keinster Weise dem normalen Kinostandard. Trickeffekte sind reichlich vorhanden, die wenigsten aber in guter Qualität. Stellt man keine großen Anforderungen an die Kämpfe, wird man bei den vielen Monsterkämpfen bei Laune gehalten.


300
Action, 117 Minuten
Gerard Butler, Lena Headey, Dominic West, Rodrigo Santoro
Eine Verfilmung der Comicvorlage von Frank Miller (Sin City), die ihrerseits auf einer griechischen Erzählung beruht: um 450 v. Chr. macht sich der Perserkönig Xerxes mit seiner Armee aus mehreren 10.000 Männern auf, Griechenland zu erobern. Leonidas, der König von Sparta, will Xerxes an einer Engstelle aufhalten, an der die zahlenmäßige Überlegenheit nicht ausgespielt werden kann. Mit 300 ausgewählten Soldaten stellt er sich der Übermacht der Perser entgegen.

Ich kann nicht sagen, wie oft ich den grandiosen Trailer inzwischen gesehen habe, ihn wegen seiner Bilder und der Musik bewundert habe und mich dadurch riesig auf 300 gefreut habe. Den Film habe ich jetzt gesehen und muss sagen, dass er seiner großen Aufgabe gerecht wird. Ein grafisch wahnsinnig intensives Spektakel: Die Farbpalette wurde comichaft auf recht wenige Farben reduziert, dadurch erscheinen die Bilder viel eindrucksvoller. Musikalisch setzt 300 den Schlachten noch eins drauf, die Musik verstärkt den Eindruck noch um ein vielfaches. Die Schlachten sind toll in Szene gesetzt, man sollte allerdings gegenüber abgetrennten Körperteilen, viel Blut und detaillierten Todesszenen keine Abneigung haben. Die Choreographie der Kämpfe ist beachtlich, die taktische Überlegenheit der Spartiaten gut in Szene gesetzt. Ich habe mich durch die Erklärungen und eindrucksvolle Miteinbeziehung des Zuschauers richtig als Mitglied der 300 gefühlt. Kritikpunkte gibts nur zwei: Die deutsche Synchronisierung ist gut, ist im Vergleich zum englischen Trailer aber dennoch unterlegen. Hauptärgernis jedoch ist das Gelaber über Ehre, Sieg und Tod, das viel zu häufig angeführt wird und schnell nervt. Dennoch bleibt nach dem Kinobesuch zu sagen, dass der Film als Comicadaption gut rüberkommt, wahnsinnig gute Bilder und Schlachten bietet und für mich zumindet atemberaubend war. Die Bilder vermitteln eine Art Blutrausch, man fühlt sich unheimlich stark und verbunden mit den dreihundert Männern. Emotional eine sehr starke Kinoerfahrung.


Grand Theft Parsons
Komödie, 88 Minuten
Johnny Knoxville, Marley Shelton, Christina Applegate
Der Musiker Gram Parsons ist gestorben. Sein Tourmanager Phil will ihm seine letzte Bitte gewähren: Die Leiche in der Wüste verbrennen, wo sich Parsons am wohlsten gefühlt hat. So entführt er Leiche mit Sarg und wird von der Exfreundin und Vater des Musikers verfolgt, die den Leichnam für andere Zwecke benötigen.

Belanglose Komödie mit zwei wichtigen Figuren aus Jackass und einer schrecklich netten Familie mit einer sehr kurzen Laufzeit - aber hier gibt es auch nicht viel zu erzählen. Nachdem die drei Handlungsfäden grob angerissen sind, werden im Grunde genommen nur noch die drei Autos mit Insassen gezeigt, wie sie zum thematisch letzten Treffpunkt fahren. Musikalisch nichts besonderes, es wird sogar das gleiche Lied mehrmals bei den Autofahrten benutzt. Ein paar nette Gags gibts immerhin noch, handwerklich ist der Film ok.


Elvis has left the Building
Komödie, 90 Minuten
Kim Basinger, John Corbett, Sean Astin, Denise Richards
Harmony, eine Verkäuferin für Kosmetikartikel bringt durch Unglücksfälle eine Reihe von Elvisimitatoren um. Auf der Flucht vor der Polizei verliebt sie sich und verstößt ihren neuen Schwarm, da sie ihn ebenfalls für einen Imitatoren hält und ihn damit schützen will. Er lässt jedoch nicht locker und folgt Harmony, die auf dem Weg zu einem Elviskongress ist und Angst hat, noch mehr Menschen zu töten.

Seichte Liebeskomödie ohne große Höhepunkte, aber mit skurillen Arten zu sterben und netter Musik. Der Film dauert zum Glück nur knappe 80 Minuten, so ist es ganz in Ordnung und wird nicht stressig. Der Abspann mit seinen Outtakes ist noch ganz witzig.


Sideways
Komödie, 123 Minuten
Paul Giamatti, Thomas Haden Church, Virginia Madsen, Sandra Oh
Zwei Loser Ende 30: Miles, erfolgloser Schriftsteller und Jack, erfolgloser Schauspieler wollen eine Woche vor der Hochzeit von Jack noch einmal das freie Leben genießen und planen eine Tour durch Kalifornien, um Wein zu trinken, zu Golfen und Spaß zu haben. Dass dabei nicht alles so läuft, wie sie es sich vorgestellt haben, liegt nicht nur an der neurotischen Art der beiden Hauptdarsteller.

Liebenswertes Roadmovie mit einem sympathischen, vertrottelten und grandiosem Hauptdarsteller. Beide Männer haben so viele Neurosen, die herrlich in Szene gesetzt werden und den Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln anregen. Die interessanten Dinge, die man über Wein und den Anbau erfährt, kann ich leider nicht überprüfen - dennoch hat es Spaß gemacht, Miles und Maya darüber zuzuhören. Der moralische Zeigefinger fehlt zum Glück und doch wird ganz leicht eine Botschaft übermittelt. Die musikalische Begleitung dauert fast den ganzen Film über und ist sehr leicht und angenehm. Ein wirklich schöner Film, den man in Ruhe bei einer Flasche Wein genießen kann.


Old Men In New Cars | Gamle mænd i nye biler
Krimikomödie, 95 Minuten
Kim Bodnia, Nikolaj Lie Kaas, Tomas Villum Jensen, Brian Patterson, Torkel Petersson, Iben Hjejle
Kaum ist Harald aus dem Gefängnis entlassen, wird er wieder mit seinem alten Problem konfrontiert: Er hat nur noch eine kurze Zeit, um seine Schulden zurück zu zahlen. Zudem äußert ein im Sterben liegender Freund den Wunsch, seinen Sohn einmal zu sehen. Dieser sitzt jedoch in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Nach "In China essen sie Hunde" eine ähnliche Gaunerkomödie mit fast identischen Personen, die aber nicht an den Vorgänger herankommt. Harald ist wie vorher ein sympathischer Arsch, den niemand richtig durchschaut. Es gibt auch wieder einige witzige und skurrile Momente, der größte Teil ist aber nur durchschnittlich.


Rout City
Zeichentrick, 71 Minuten
Freddy wird entführt. Seine Freunde versuchen ihn zu befreien.

Rout City ist eine Comicserie die sich anpreist, besser als South Park zu sein, scheitert aber auf ganzer Linie. Frech abgekupfert, keine neuen oder tollen Ideen und handwerklich sowie technisch miserabel gemacht. Die grafische Qualität ist schlecht und liegt noch weit hinter der spartanischen Grafik von South Park. Die Sprache ist viel zu leise, der Ton dafür zu laut, außerdem werden ziemlich schlechte Soundsamples benutzt. Auf der DVD sind mehrere Folgen enthalten, über die erste bin ich aber nicht hinweggekommen.


Kontroll
Drama/Action, 111 Minuten
Sándor Csányi, Csaba Pindroch, Bence Mátyássy, Eszter Balla
Ein Maskierter stößt Menschen vor die U-Bahn in Budapest. Eine Gruppe von Fahrkartenkontrolleuren soll bei der Aufklärung helfen und muss dabei noch mit ständigen persönlichen Problemen kämpfen.

Ungewöhnlicher Film aus Ungarn, der schwer zu kategorisieren ist. Eine richtige Idee und Handlung gibt es nicht, es wird das Leben der Fahrkartenkontroleure gezeigt mit ihren Erlebnissen und Problemen. Musik und Schnitt ist in Ordnung, leider gibt es mit dem Mordplot eine unnötige Nebenhandlung, die nicht in den Film passt - weder inhaltlich noch stilistisch.


Unternehmen Capricorn | Capricorn One
Thriller, 123 Minuten
Elliott Gould, James Brolin, Sam Waterston, O.J. Simpson
Drei Astronauten werden kurz vor dem Start der ersten Rakete zum Mars aus der Kapsel geholt und in einen NASA-Stützpunkt gebracht, die Rakete fliegt unbemannt los. Die Marslandung wird in einem Film für die Menschheit gefakt. Soweit wäre alles in Ordnung, doch dann passiert etwas unvorhergesehenes und lässt das Unternehmen außer Kontrolle geraten.

Klasse Geschichte, toll erzählt. Die Idee von einer gefakten Landung auf dem Mars ist durch die ganzen Verschwörungstheorien um die Mondlandung nicht ganz von der Hand zu weisen. Meiner Meinung nach zurecht als Klassiker des Science Fiction-Genres bezeichnet. Spannend von der ersten bis zur letzten Minute und liefert neue Ideen für Verschörungstheoretiker.


Kiss Kiss Bang Bang
Action/Komödie, 103 Minuten
Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan
Auf der Flucht vor der Polizei gerät ein Dieb zufällig in ein Casting für eine Filmrolle und gewinnt es. Er wird im Laufe der Dreharbeiten in einen tatsächlichen Mordfall verwickelt, den er mit einem Privatdetektiv aufklären muss.

Tolle Geschichte, sympathische Darstellung und ein Film, der sich die ganze Laufzeit über selbst auf den Arm nimmt. Das Duo Robert Downey Jr. / Val Kilmer ist gut besetzt und bringt einen guten Spruch nach dem anderen. Kiss Kiss Bang Bang werde ich mir sicherlich nicht zum letzten Mal angeschaut haben.


El Dorado
Western, 126 Minuten
John Wayne, Robert Mitchum, James Caan, Edward Asner
Zwei Freunde, ein Revolverheld und ein abgehalfterter Sheriff, kämpfen gegen einen reichen Farmer, der sich unrechtmäßig Land aneignen will.

Der Western wird mit "The big two in the big one" beworben - schließlich spielen mit Robert Mitchum und John Wayne keine Anfänger mit. Gekrönt wird das ganze durch James Caan, der einen witzigen Part in diesem Film hat. Ich kenne nur wenige Western, mir fehlen daher die Vergleichsmöglichkeiten. Dennoch war El Dorado unterhaltsam und kurzweilig - wenn auch das Bild von Männern und Frauen ziemlich altertümlich ist.


Scary Movie
Komödie, 88 Minuten
Dave Sheridan, Carmen Electra, Anna Faris, Shannon Elizabeth
Ein Mix aus verschiedenen Teeniehorrorfilmen wie Scream und Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast: In einer Kleinstadt passieren ein paar Morde, eine Gruppe Jugendlicher will sie aufklären.

Ein Film von den Wayans-Brüdern - sprich von denen, die "white chicks" und ähnliches verbrochen haben - hat bei mir schonmal große Schwierigkeiten. Umso überraschter war ich, dass mir der Film gegen Beginn richtig gut gefallen hat. Und nein, es lag nicht nur an Carmen Electra. Viele der angesprochenen Filme kenne ich und es war eine schöne Idee, eine Parodie davon zu sehen. Nach der Hälfte gibts jedoch leider nichts mehr neues und der Film wird zunehmend schwächer. Dennoch bleibt - überraschenderweise für die Kunstverbrecher Wayans - ein passables Stück zurück.


Little Miss Sunshine
Komödie, 101 Minuten
Abigail Breslin, Greg Kinnear, Paul Dano, Alan Arkin, Toni Collette, Steve Carell
Ein ganz normales kleines Mädchen willl die Endrunde in einem Schönheitswettbewerb gewinnen und fährt dazu mit ihrer ganzen Familie quer durch die USA. Jedes Familienmitglied hat aber einen kleinen Schuss, so dass die Fahrt etwas unruhig verfläuft: Der Vater ist ein erfolgloser, nervtötender Motivator, der Onkel ist akut selbstmordgefährdet, der Bruder hat ein Schweigegelübde abgelegt und der Opa nimmt kein Blatt vor den Mund.

Eine Familie, bei der jedes Mitglied einen Schuss hat und die sich auf eine lange Reise mit einem ungewissen Ziel begeben. So entstand ein nettes Roadmovie mit viel Situationskomik und unterhaltsamen Momenten. Man schließt die Charaktere mit der Zeit ins Herz und freut sich schon auf den nächsten peinlichen oder patzigen Moment. Der Humor richtet sich aber eher an Erwachsene, die Kinder die neben uns im Kino saßen, konnten nicht viel mit dem Film anfangen.


Final Fantasy VII: Advent Children
Zeichentrick/Fantasy, 101 Minuten
Nach dem Ende von Final Fantasy 7 haben sich die Dinge normalisiert. Avalanche hat sich inzwischen mehr oder weniger in alle Winde zerstreut. Auf einmal erscheinen jedoch Fremde, die Jenova als ihre Mutter bezeichnen und eine Reunion wollen. Ganz Midgar wird zudem noch von einer seltsamen Krankheit befallen.

Oh je, wie kann man nur... ein wunderbares Spiel, vielleicht das Spiel mit der schönsten Geschichte überhaupt hat einen filmischen Nachfolger bekommen - und der versagt komplett. Die Handlung, die Geschichte ist so gut wie nicht vorhanden und in zwei Sätzen erzählt. Gerade wenn man in so große Fußstapfen tritt, muss man ziemlich aufpassen nicht in ihnen zu verschwinden. Ich habe mich sehr gefreut, die alten liebgewonnenen Charaktere erneut zu sehen. Vom alten Charme ist aber nicht viel geblieben, es fehlt sozusagen das Herz. Die Grafik ist gut, wenn auch nicht so atemberaubend wie beim ersten Kinofilm von Final Fantasy. Leider scheint man hier zuviel Wert auf grafische Spielereien gelegt zu haben, es nervt einfach irgendwann zum zigsten Male die feinaufgelösten und sich im Wind bewegenden Haare zu sehen. Vor allem wird man mit Nahaufnahmen immer wieder draufgestoßen, wie toll die Grafik doch ist. Genauso schlimm wie die fehlende Handlung ist die deutsche Synchronisation. Bei den wenigsten Personen konnte ich noch eine Verbindung zum Spiel herstellen, einige Stimmen waren grotesk. Bei vielen Sprechern hatte ich das Gefühl, sie hatten keinerlei Vorkenntnis zu der Geschichte und ihren Personen, außerdem hatten sie wohl auch nicht besonders viel Lust. Die Übersetzung vom Original ins Deutsche ist auch nicht wirklich geglückt, es fallen Sätze wie sie selbst beim Bosskampf oder langen Monologen nie vorkommen würde. Final Fantasy: Advent Children ist für mich die Riesenenttäuschung des Jahres.


Casino Royale
Action/Thriller, 144 Minuten
Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench
James Bonds erster Einsatz: Le Chiffre, Financier von Terroristen hat Geld seiner Auftraggeber verspielt. Um es wieder reinzuholen, plant er ein Pokerturnier. Der MI6 sieht seine Chance darin, Le Chiffre im Poker zu schlagen, ihn finanziell zu ruinieren und damit in die Finger zu bekommen. James Bond wird auf den Fall angesetzt.

Die ganzen Geschichten, die man über den neuen Dumbo der James Bond-Darsteller im Vorhinein gelesen hat, haben sicher nicht zur Vorfreude auf den Film beigetragen. Umso erstaunter war ich über den nicht guten, aber immerhin brauchbaren Neuling und erst recht über die Machart des Films, die mir gut gefallen hat. Gerade in den Bonds mit Brosnan als Hauptdarsteller gings immer nur um höher, schneller, weiter - da der Kalte Krieg als Hintergrund gefehlt hat, mussten andere Superlativen her. Und diese Ideen wurden mit der Zeit fad, ich mag die alten Bonds immer noch am liebsten. Umso erfreuter war ich über die Art, wie der neue Film gestaltet wurde: Eine überraschend harte Einführung des neuen Bonds, ein wunderbares Intro mit den Spielkarten im Stil der alten Filme und seit langem wieder ein schönes musikalisches Thema. Seit A-ha übrigens wieder ein männlicher Sänger, jahrelang haben die Frauen dominiert - ein weiteres Zeichen eines größeren Umbruchs. Die Geschichte um die Entstehung der Figur 007 mit ihren Höhen und Tiefen, Erfolgen und Niederlagen ist ziemlich gut angelegt und lässt die fehlende Action im Vergleich zu den Vorgängern schnell in Vergessenheit geraten. James Bond lernt hier fürs Leben, auch die Produzenten haben dazugelernt und präsentieren dem Zuschauer eine Radikalkur, was sehr gut tut. Jetzt ist man erstmal auf einem normalen Level angelangt und muss nicht mehr den nächsten Actionhype suchen. Alle folgenden Filme brauchen nur noch auf Casino Royale aufbauen, hier ist ein guter Grundstein gelegt worden.


Eine unbequeme Wahrheit | An Inconvenient Truth
Dokumentation, 100 Minuten
Al Gore
Al Gore redet in seiner Dokumentation über die Ursachen und Folgen der globalen Erderwärmung.

Eine Firma für Solarenergie hat ein kleines Kino bei mir in der Gegend an einem Wochenende gemietet und ermöglichte damit interessierten Zuschauern den Film zum Nulltarif. Die Doku ist äußerst gut gemacht, inhaltlich und erst recht von der Aufmachung: Die Livepräsentationen sind visuell sehr ansprechend gestaltet und kommen auch in der Doku gut rüber. Man erfährt mehr oder weniger viele Neuigkeiten, die mit glaubwürdigen Argumenten versehen werden. Den Oscar für die beste Dokumentation gabs hier absolut zurecht.


Freddy vs. Jason
Horror, 97 Minuten
Robert Englund, Ken Kirzinger
Freddys Kräfte sind am Ende - es erinnert sich von den jungen Leuten niemand an ihn, so kann er nicht zurückkommen. Daher benutzt er Jason für ein paar Morde um Angst zu verbreiten. Schon bald gehen wieder Gerüchte und Geschichten um Freddy um, er wird dadurch stärker. Nachdem beide Mörder in der realen Welt vorhanden sind haben sie ein Problem: beide suchen sie Opfer, und beide stehen sich dabei im Weg.

Ich habe noch nie einen Jason- oder Freddyfilm gesehen. Zumindest letztere werde ich mir sicherlich noch anschauen, denn Freddy ist böse und lustig zugleich. Die Botschaften bei der Erledigung seiner Arbeit sind sarkastisch, aber gut. Und der Zählreim geht einem sowieso nicht mehr aus dem Kopf. Das Aufeinandertreffen ist anfangs nett gemacht, artet gegen Ende aber in einem üblichen actiongeladenen Showdown ohne große Höhepunkte aus. Trotzdem haben mich die beiden unterhalten.


Barbarella
Science Fiction, 98 Minuten
Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Marcel Marceau
In weiter Zukunft wird die Erde durch den Wissenschaftler Duran-Duran gefährdet. Die Erde schickt daraufhin Barbarella los, die Duran-Duran aufhalten soll.

Was für eine Überraschung! Barbarella macht ziemlich Spaß beim Anschauen und Hören. Die Musik ist grandios und macht Spaß, die Inszenierung unfreiwillig komisch. Jane Fonda macht ihre Sache richtig gut als weibliche Botschafterin der Erde. Sie nimmt ihre Rolle nicht ernst, das ist äußerst positiv - und gibt ihr dennoch so viel Leben, dass sie halbwegs glaubwürdig erscheint.


Dawn of the Dead
Horror, 100 Minuten
Sarah Polley, Ving Rhames, Jake Weber, Michael Kelly
Eine Krankheit greift in den USA um sich: Tote stehen wieder auf und wandeln als untote Zombies umher. Bringen sie ihrerseits Menschen um, werden diese ebenfalls zu Zombies. Die Krankheit greift sehr schnell um sich und bringt in kürzester Zeit die ganze USA zum Erliegen. Ein paar Überlebende verschanzen sich in einem Einkaufszentrum und versuchen zu überleben.

Im Bereich unterhaltsame Zombiefilme dominiert Dawn of the Dead bei mir ganz klar die Spitze. Hier stimmt einfach alles: über die komplette Laufzeit hinweg spannend, unterhaltsam, blutig, spaßig und technisch gut umgesetzt: Der Anfang ist schon total spannend und aufwühlend, die Kamerafahrten sind sehr schön, der Titelsong von Johnny Cash passt genauso gut rein wie die grotesk beruhigende Fahrstuhlmusik und andere Kleinigkeiten, bei denen sich die Produzenten viel Mühe gegeben wurde. Die Charaktere sind von dem hundejagenden Mädchen mal abgesehen nicht so stupide und klischeehaft, wie man es in solchen Produktionen gewöhnt ist. Toll finde ich auch die Extras auf der DVD, die den Namen endlich mal verdient haben. Hier gibts keine öden Trailer oder gegenseitige Huldigungen der Darsteller: ein Teil besteht aus einer Videoaufzeichnung der letzten Tage von Andy, ein weiterer ist eine fiktive Nachrichtensendung über die Geschehnisse. Abspanngucker haben übrigens wesentlich mehr vom Film.


Lautlos im Weltraum | Silent Running
Science Fiction, 89 Minuten
Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin, Jesse Vint
In der Zukunft existieren Pfanzen, Tiere und Bäume nur noch in riesigen Tanks, die durch den Weltraum fliegen. Die Erde ist verseucht und nicht richtig bewohnbar. Sobald sich das ganze normalisiert hat, sollen Flora und Fauna wieder auf der Erde beheimatet werden. Aus Kostengründen sollen jedoch die Stationen zerstört werden.

Düstere Zukunftsvision, in der die Erde verseucht ist und auf Raumstationen Pflanzen und Tiere am Leben gehalten werden, mit denen die Erde später neu bevölkert werden kann. Dann kommt jedoch die Anweisung, diese Dinge zu zerstören, woraufhin ein Biologe durchdreht. Es gibt gerade mal vier Menschen in diesem Film, sie machen ihre Sache gut - besonders der Biologe ragt hier heraus, sein irrer Blick wirkt recht authentisch.


De-lovely - Die Cole Porter Story | De-lovely
Drama/Musikfilm, 125 Minuten
Kevin Kline, Ashley Judd, Jonathan Pryce
Cole Porter schaut in einer Art Retrospektive auf sein Leben zurück, das für ihn genauso aufgebaut ist wie eines seiner Stücke.

Ich kannte vor dem Film nichts von Cole Porter, und wusste genausowenig über sein Leben. Es wird einiges erzählt, viel Musik gespielt und dennoch weiß ich verhältnismäßig wenig, der Informationsgehalt ist nicht besonders hoch. Die Musik war in Ordnung, hat mich jetzt aber nicht umgehauen. Leider ist De-lovely ein sehr trauriger Film und nimmt damit viel vom Spaß, den man mit ihm haben könnte.


Final Call | Cellular
Thriller, 94 Minuten
Kim Basinger, Jessica Biel, Chris Evans, Jason Statham
Eine Mutter wird mit ihrem Sohn entführt. Sie kann ein defektes Telefon reparieren und so Kontakt mit einem ihr Unbekannten aufnehmen. Diesen muss sie von ihrer Geschichte überzeugen, damit er die Polizei informiert.

Überraschend spannender Thriller, in dem sowohl die Großen wie Kim Basinger als auch die Newcomer überzeugen. Hier gibt es keine lange Einleitung, schon nach ein paar Minuten fängt die Haupthandlung an. Jason Statham als Bösewicht ist insofern eine ungeschickte Wahl, dass ich mich mit ihm identifizieren konnte und ihn zumindest zu Beginn sympathischer als den Hauptdarsteller fand.


Hard Boiled | Lashou shentan
Action, 126 Minuten
Yun-Fat Chow, Tony Leung Chiu Wai
Während eines Polizeieinsatzes stirbt der Partner von Tequila. Dieser macht sich daraufhin auf die Suche nach den Hintermännern, um sie zur Strecke zu bringen.

Ein asiatischer Polizeithriller von John Woo, mit dem ich meine Anlaufschwierigkeiten hatte. Die Geschichte wird ab und an konfus erzählt, obwohl ich die ungeschnitte Version besitze. Ich hatte außerdem das Problem, die für einen Europäer ähnlich aussehden Asiaten auseinander zuhalten. War ein netter Einstieg in die Welt der Eastern, hatte mir dennoch wesentlich mehr versprochen.


Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche | Corpse Bride
Zeichentrick, 76 Minuten
Durch einen dummen Zufall steckt Victor einer Frauenleiche einen Ehering an den Finger. Sie sieht in ihm nun die große Liebe und entführt ihn ins Reich der Toten. Victor muss nun versuchen, wieder auf die Erde zurückzukommen.

Nach den nicht ganzüberzeugenden Big Fish und Charlie und die Schokoladenfabrik endlich mal wieder ein Tim Burton, der mir gut gefallen hat. Die Idee zum Film ist äußerst originell und gut umgesetzt. Dabei schwankt der Film manchmal von tottraurig zu äußerst komisch und bietet viele tolle Einfälle in beiden Welten.


Fluch der Karibik 2 | Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest
Abenteuerfilm, 150 Minuten
Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Bill Nighy, Jonathan Pryce
Jack Sparrow schuldet dem Kapitän des Fliegenden Holländers seine Seele. Gemeinsam macht er sich mit Will und Elizabeth auf, um eine geheimnisvolle Schatztruhe zu finden, mit der sich Jack freikaufen kann.

Leider nur ein Aufguss des ersten Teils, und ein schwacher dazu. Außer dem Gefühl, Teil eines Monkey Island-Adventures zu sein, bietet Teil 2 leider nichts Tolles. Musik, Charaktere und Witze erreichen nicht das Niveau vom Vorgänger und haben mich gelangweilt. Die Charaktere sind haargenau gleich, wurden kein bisschen weiterentwickelt und bieten daher auch nichts neues. Es kommt mir so vor, als ob das sehr erfolgreiche Prinzip 1:1 übernommen wurde, damit auch ja nichts falsch läuft, das die Einnahmen schmälern könnte.


The Fast and the Furious: Tokyo Drift
Action, 104 Minuten
Lucas Black, Amber Stevens, Bow Wow
Ein Junge aus den USA kommt zu seinem Vater nach Japan, um dort seine Probleme mit illegalen Autorennen in den Griff zu bekommen. Doch bald lernt er die Rennszene aus Tokio kennen.

Mir war schon klar, dass da kein guter Film rauskommen kann und ich außer ein paar tollen Bildern nicht viel erwarten darf. Dennoch hat es der dritte Teil der Reihe geschafft, auf voller Länge zu enttäuschen. Handlung, Darsteller - darunter auch der vollkommen untalentierte und unglaubwürdige Hauptdarsteller - waren ziemlich schlecht. Die Musik war zum Glück nicht mehr so hiphoplastig, hat mir aber dennoch nicht gefallen. Die Hintergrundgeschichte und die Handlungen auf der Leinwand waren verworren und unlogisch. Die vorkommenden Autos waren zum Großteil extrem hässlich, und die Rennszenen sind so gut wie nicht existent. Die dafür gezeigten Driftrennen sind extrem öde und nerven schon beim zweiten Rennen.


Jarhead - Willkommen im Dreck | Jarhead
Kriegsfilm, 123 Minuten
Jake Gyllenhaal, Scott MacDonald, Peter Sarsgaard, Jamie Foxx, Brian Geraghty
Ein junger Rekrut wird in den 90ern in den Irak versetzt. Anfänglich freut er sich auf seine Rolle als Scharfschütze, doch die Realität sieht anders aus: pure Langeweile

Ungewöhnlicher Kriegsfilm, der mit dem bekannten Schema bricht und neue Wege geht. Die Schauspieler sind durchgängig gut, die Geschichte wird interessant und unterhaltsam erzählt, so dass beim Zuschauer keine Langeweile aufkommt. Auch die Musik ist wie bei so vielen Vertretern dieses Genres gut ausgewählt. Sehr beeindruckend waren auch die brennenden Ölfelder.


Firewall
Thriller, 105 Minuten
Harrison Ford, Paul Bettany, Virginia Madsen, Robert Patrick
Die Familie von Jack, einem Sicherheitsbeamten für Banken, wird entführt. Da die Entführer nicht in die Bank rein können, benutzen sie Jack um an das Geld zu kommen. Dafür soll er seine Familie wiederhaben. Jack muss sich nun was einfallen lassen um die Entführer aufzuhalten, seine Familie zu befreien und die Polizei zu informieren.

Thriller im gehobenen Durchschnitt, der nichts neues bietet. Nette Abendunterhaltung, Harrisson Ford macht auch noch im Alter eine gute Figur - leider ist das Technikgeschwafel weit ab von der Realität. Interessant, wie leicht man in eine Bank reinkommt, dass man mit einem handelsüblichen Fax schnell durchscrollende Bildschirme einscannen kann und die Kontodaten per OCR direkt an den angeschlossenen iPod übertragen kann. Guter Durchschnitt, mehr nicht.


Der Maschinist | Maquinista, El
Thriller/Film Noir, 102 Minuten
Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Michael Ironside
Der Arbeiter Trevor leidet seit einem Jahr unter Schlaflosigkeit. Bei einem Arbeitsunfall verliert durch Trevors Schuld ein Kollege einen Arm. Später erfährt Trevor, dass dieser Kollege gar nicht existiert. Trevor muss gegen Paranoia und Wahnvorstellungen ankämpfen und die Lösung des Rätsels suchen.

Erstmal möchte ich das erwähnen, was dem Zuschauer als erstes auffällt: Der Körper von Christian Bale ist so knochig, dass es ziemlich an der Grenze des Erträglichen ist. Er hat sich ja angeblich um knapp 30 Kilo runtergehungert, das merkt man ihm auch an. Diese körperliche Form ist aber auch wieder gut für den Film, denn sie macht seine Rolle authentischer. Zum Film selber: spannend, gut gespielt, gut in Szene gesetzt. Lohnt sich. Die musikalische Untermalung ist gut gelungen. Leider lässt der Film den Zuschauer am Ende mit einigen ungeklärten Fragen sitzen, das trübt den guten Film ein wenig.


Below Utopia
Thriller, 83 Minuten
Alyssa Milano, Justin Theroux, Ice-T, Nicholas Walker
Als eine Gruppe das Haus einer reichen Familie überfällt, kann sich ein junges Paar im Keller verstecken. Da die Gangster nichts von den beiden wissen, probieren sie die Flucht in die Freiheit.

Eine FSK18-DVD für weniger als drei Euro? Klasse, mitnehmen. Nun ja, vielmehr ist der Film auch nicht wert. Die schauspielerischen Leistungen sind nicht das Gelbe vom Ei, die Geschichte recht schnell durchschaut. Das Ende überrascht dann nicht mehr besonders. Drei Euro ist der Film wert, mehr nicht. Warum er allerdings gerade FSK18 bekommen hat, ist mir nicht klar.


Mission Adler - Der starke Arm der Götter | Operation Eagle
Abenteuerfilm/Komödie, 92 Minuten
Jackie Chan, Carol 'Do Do' Cheng, Eva Cobo, Aldo Sambrell
Geheimagent Jackie wird beauftragt, Hunderte Tonnen Gold in einem Versteck in der Sahara zu finden, das im Zweiten Weltkrieg von Nazis versteckt wurde. Er ist jedoch nicht der einzige, der nach dem Schatz sucht.

Auch wenn er von der eher billigen Aufmachung so rüberkommt - keiner der ersten Filme von Jackie Chan, und bestimmt auch nicht sein bester. Aber Mission Adler bietet dennoch gediegene Abendunterhaltung, wenn man keine großen Ansprüche stellt. Die Stunts sind von gewohnt guter Qualität, und der Kampf im Bunker glänzt mit tollen Ideen. Grandios war der Kampf im Windkanal, das hatte ich in der Form vorher noch nicht gesehen. Allein für diese Szene lohnt es sich, den Film anzuschauen.


May - Die Schneiderin des Todes | May
Horror, 93 Minuten
Angela Bettis, Jeremy Sisto


Durchschnittlicher Horrorfilm über eine Dame mit seltsamen Ansichten. Leider nur zu einem Bruchteil spannend, dafür mit einigem schwarzem Humor. Die Entstehungsgeschichte von May soll vielleicht ihre Tat rechtfertigen, schafft es aber nicht zu überzeugen.


Ab durch die Hecke | Over the Hedge
Zeichentrick, 83 Minuten


Nach dem großartigen Trailer hatte ich befürchtet, vom Film enttäuscht zu werden - und wurde eines besseren belehrt. Die neue Comicproduktion ist unterhaltsam, witzig, kurzweilig und lebt vor allem von seinen zwei besten Figuren: der Schildkröte Verne und dem Eichhörnchen Hammy. Vor allem Hammy hat mir gut gefallen, der Koffeinflash gegen Ende ist grandios. Die Tiere sind gut animiert, die Menschen aus einer anderen Perspektive gut dargestellt. Leider ist auch wieder der moralische Zeigefinger da, zum Glück aber nicht besonders ausgeprägt.


The New World
Drama, 135 Minuten
Colin Farrell, Christian Bale, Q'Orianka Kilcher


Dieser Film spaltet mich ziemlich. Er bietet tolle Landschaftsaufnahmen und ein filmisch interessantes erstes Drittel. Es wird kaum gesprochen, nur die Gefühle und Gedanken der Personen werden dargestellt. Leider ist der Film streckenweise totlangweilig und von der Erzählweise öfters verworren. Der Film ist definitv nichts für einen Kinoabend, da er vom Inhalt, Stil und Stimmung die Laune nach unten zieht.


Tramper
Kurzfilm, 14 Minuten
Fabian Busch, Justus von Dohnanyi


Gut gemachter Kurzfilm mit überraschendem Ende. Gibts leider nicht kostenlos im Internet anzuschauen, ich habe den Film auf einer Leih-DVD gesehen. Auf der ist als Bonus auch der Erstfilm des Regisseurs drauf, den man aber wirklich nicht gesehen haben muss.


16 Blocks
Thriller, 105 Minuten
Bruce Willis, Mos Def, David Morse


Huch, ist da ein großer Actionheld meiner Kindheit ziemlich alt geworden... Und dennoch macht er eine gute Figur in einem spannenden Film. Ungewöhnlicher Thriller, da neue Wege beschritten werden und der Film aus dem Einerlei raussticht.


Final Destination 3
Komödie/Thriller, 93 Minuten
Mary Elizabeth Winstead, Ryan Merriman, Kris Lemche, Alexz Johnson, Sam Easton


Der schlechteste der drei Teile, aber immer noch unterhaltsam. Die Sterbeszenen waren nicht halb so interessant wie in den Vorgängern, daher verliert der Film hier deutlich. Denn eben diese Szenen machen den Reiz des Filmes aus. Leider wurde auch wieder nach Schema F vorgegangen, das hinlänglich bekannt ist.


Metallica: Some Kind Of Monster
Dokumentation/Musikfilm, 141 Minuten
James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett, Jason Newsted, Robert Trujillo


Interessante Dokumentation über das Leben der Band abseits der Bühne, in Vorbereitung auf das St. Anger-Album. Unterhaltsame Teile wechseln sich mit langweiligen ab, die Doku wirkt leider nicht durchgängig mitreißend. Was bleibt ist der Eindruck, dass der tolle Lars doch nicht so toll ist sondern der eigentliche Unruheherd in der Band, St. Anger immer noch ein schlechtes Album ist und das Leben außerhalb von Konzerten wirklich nicht leicht ist. Für Fans mit geringen Abstrichen sehenswert, alle anderen sollten einen Bogen um die Doku machen.


Music for One Apartment and Six Drummers
Kurzfilm, 10 Minuten
Johannes Björk, Magnus Börjeson, Marcus Haraldson, Fredrik Myhr, Sanna Persson, Anders Vestergard


Witziger Kurzfilm, bei dem sechs Leute in eine Wohnung einbrechen und alle möglichen Haushaltsgegenstände zum Musikmachen missbrauchen. Kann man sich hier anschauen.


Silent Hill
Horror, 127 Minuten
Radha Mitchell, Sean Bean, Laurie Holden, Alice Krige


Im Gegensatz zu der eher negativen Meinung über den Film hat mir Silent Hill recht gut gefallen. Man sollte ihn nicht als Horrorfilm sehen, meiner Meinung nach passt er eher zum Genre Mystery. Darin funktioniert er auch sehr gut, baut ziemlich früh Spannung auf und hat mich in seinen Bann gezogen. Gerade die Bilder, die nur durch eine Taschenlampe ausgeleuchtet werden, haben viel zur Gänsehaut beigetragen. Häufig wird als Argument für die Schwäche des Films angeführt, dass man das dazugehörige Videospiel kennen muss - ich habe es nicht eine Minute gespielt und mochte den Film dennoch, lasst Euch davon also nicht abschrecken. Die Hintergrundgeschichte mit ihren Nebengeschichten war mir aber nicht gut genug ausgebaut und erklärt, so hab ich ständig über die Beziehungen der Charaktere gerätselt. Auch war die weibliche Hauptdarstellerin äußerst schlecht, was ich aber zum großen Teil ihren Dialogen zuschreiben muss. Der Showdown ist gigantisch, wenn man das in dieser Situation überhaupt sagen kann und das Ende bereitet doch wieder ziemliches Kopfzerbrechen. Ich freue mich auf den Directors Cut, der wohl knappe 90 Minuten länger sein soll.


Ice Age 2 - Jetzt taut's | Ice Age 2: The Meltdown
Komödie/Zeichentrick, 91 Minuten


Ich gehöre zu dem recht kleinen Personenkreis an Menschen, der mit Iceage nicht richtig warm geworden ist. Passabler Film, aber eben nicht der Riesenhit, als der er gerne dargestellt wird. Dieser Eindruck hat sich im zweiten Teil noch verstärkt. Ice Age 2 bietet für kleinere Kinder bestimmt viel, ich konnte mit dem aufgezwungenen Humor nicht viel anfangen. Scrat hat wieder viel wettgemacht, der Rest der Crew und der Witze war aber ziemlich flach. Um genau zu sein: Ohne Scrat hätte ich den Film nicht bis zum Ende angeschaut. Sollte es einen dritten Teil geben, muss der Trailer schon sehr überzeugend sein, dass ich mir den Film im Kino anschaue.


Kinsey
Drama, 118 Minuten
Liam Neeson, Peter Sarsgaard


Interessante Dokumentation und Biographie über einen der ersten Sexualforscher, sehr gut gespielt von Liam Neeson. Leider verliert der Film nach der ersten Hälfte deutlich an Inhalt und Fahrt. Er wird langweilig und bietet nicht mehr viel, was mich noch begeistern könnte.


Der Patriot | The Patriot
Drama/Kriegsfilm, 165 Minuten
Mel Gibson, Heath Ledger, Jason Isaacs, Rene Auberjonois, Tom Wilkinson


Der Patriot ist zum Glück nicht ganz so pathetisch und kitschig wie der unerträgliche Pearl Harbor und bietet sogar noch talentierte Schauspieler. Gefreut habe ich mich über Rene Auberjonois, der Odo in Star Trek DS9 spielt und die teilweise gute Musik, die mich ans Aufbauspiel Colonization erinnert hat. Der andere Teil der Musik ist eintönig und wie der Film öfters eklig-pathetisch. Diese ganzen pseudo-gänsehauterzeugenden Szenen mit den Zinnsoldaten, der Flagge oder dem Gelaber über Unabhängigkeit und Freiheit ist nämlich weit über der Grenze des Erträglichen. Sehr schön waren die Schlachten anzuschauen, ich hoffe mal, dass sie historisch korrekt dargestellt wurden. Ziemlich krank, wie damals gekämpft wurde und welche besonderen Regeln es gab - so wurden Offiziere im Kampf verschont, die niederen Ränge konnten problemlos getötet werden. Der Anfangsteil des Filmes war ok, richtig Spaß hat der Film zu der Zeit gemacht, als die Miliz aufgebaut wurde und die ersten Erfolge gegen die Rotröcke verzeichnen konnte. Danach gings aber nur noch bergab. Dennoch würde ich lieber zehnmal den Patrioten anschauen, als noch einmal Pearl Harbor.


Spiel ohne Regeln | The longest yard
Komödie, 113 Minuten
Adam Sandler, Chris Rock, Burt Reynolds, Courteney Cox


Als der Film in der Sneak lief, bin ich wegen Adam Sandler rausgegangen. Nach langer Zeit habe ich ihm nochmal ne Chance gegeben, und wurde dann doch angenehm überrascht. Der erste Film mit Adam Sandler, wo er mir nicht ständig auf die Nerven gegangen ist und mich sogar ein paar Mal zum Lachen gebracht hat. Nette Gags und eine amüsante Hintergrundgeschichte zeichnen den Film aus. Eignet sich gut, um einen Tag ausklingen zu lassen.


10 Dinge, die ich an Dir hasse | 10 things I hate about you
Liebeskomödie, 97 Minuten
Heath Ledger, Julia Stiles, Joseph Gordon-Levitt


Die Story gibt definitiv nichts neues her, die Witze sind vorhersehbar - und doch macht der Film auf eine gewisse Art Spaß. Das ist zum Großteil der Verdienst von Julia Stiles, die ihre Rolle sehr amüsant spielt. Der Vater der beiden Töchter ist auch toll und gefällt mit seiner tappsigen Art. Der Film ist kein Must-See, aber ein brauchbarer Zeitvertreib.


Chicago
Musikfilm, 113 Minuten
Catherine Zeta-Jones, Renée Zellweger, Richard Gere


Ein ungewöhnlicher, aber toller Film - oder sagen wir mal Musical. Denn zum Film kann ich wenig sagen, der Hauptteil wird doch durch die Musik beherrscht. Und die ist so klasse, ich habe die nächsten Tage häufig den Sountrack gehört. Fantastische Musik, der restliche Film ist im Grunde genommen nebensächlich.


Thelma & Louise
Drama/Komödie, 129 Minuten
Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Brad Pitt, Michael Madsen


Hier wusste ich nicht, was mich erwartete. Der anfänglich sich abzeichnende Frauenfilm hat sich als gutes Drama bzw. Roadmovie herausgestellt, das den Zuschauer gut unterhalten kann und mich trotz seines Endes mit einem Lächeln zurückgelassen hat. Geena Davies nervt mit ihrem einfältigen Charakter tierisch Am Anfang, das legt sich dann aber zum Glück recht schnell. Sehr gefreut habe ich mich über die kurzen Auftritte von Michael Madsen, den ich seit Kill Bill gerne sehe.


Zeugin der Anklage | Witness for the Prosecution
Thriller/Krimi, 116 Minuten
Tyrone Power, Marlene Dietrich, Charles Laughton


Auf diesen Film bin ich aufgrund positiver Kommentare einer Filmcommunity aufmerksam geworden und weil ich noch keinen Film mit Marlene Dietrich kannte. Am Anfang gewöhnungsbedürftig aufgrund des verschrobenen Rechtsanwalts, entwickelt sich Zeugin der Anklage zu einem gut gespielten Gerichtsfilm mit allerlei Drehungen und Wendungen. Spannend, mit einem überraschenden Ende und gut aufgelegten Schauspielern. Amüsant finde ich die akustischen Appell im Abspann, den Freunden das Ende nicht zu verraten, sollten sie sich den Film ebenfalls noch anschauen wollen.


Das Boot
Drama/Kriegsfilm, 282 Minuten
Jürgen Prochnow, Herbert Grönemeyer, Klaus Wennemann, Martin Semmelrogge, Heinz Hoenig, Uwe Ochsenknecht


Die "kleinere" Version mit drei Stunden Laufzeit kannte ich schon, jetzt gabs auch mal die Fünf-Stunden-Version, verteilt auf zwei Abende. Das Boot ist immer noch ein grandioser Film mit beklemmender Atmosphäre und unglaublich guten Schauspielern. Toll gemacht, gute Effekte, vielen Äußerungen nach auch relativ realistisch (was ich nicht beurteilen kann) und sehr spannend. Und dennoch muss ich sagen, dass mir die kürzere Version besser gefallen hat. Die Intention vom Regisseur wird dort genauso rübergebracht, es geht also nichts vom Inhalt verloren. Bei der Langfassung habe ich irgendwann auch mal abgeschaltet, weil es doch fast zu viel Eintönigkeit gab.


Digital Ghost
Science Fiction, 18 Minuten
Kerstin Klinz, Judith Hoersch, Erich Redman


Ein SciFi-Kurzfilm mit Kerstin aus der ersten Big Brother-Staffel. Mehr gibts auch nicht zu sagen, die Effekte sind für eine Privatproduktion zum Teil recht gut, Kerstin spielt dafür jedoch miserabel. Der Film war eine Beigabe einer FedCon-Aufzeichnung.


X-Men: Der Letzte Widerstand | X-Men: The Last Stand
Action, 104 Minuten
Hugh Jackman, Halle Berry, Ian McKellen, Famke Janssen, Rebecca Romijn, Patrick Stewart


Ich bin leider ein wenig enttäuscht vom dritten und vielleicht letzten Teil der X-Men-Reihe. Es war zu erwarten, das nach den Querelen während der Dreharbeiten und des Besetzungskarussels des Regiestuhls ein Film herauskommt, der nicht an die ersten beiden Teile anknüpfen kann. Tatsächlich ist X3 der schlechteste aller Teile, aber es hält sich zum Glück im Rahmen. X3 ist ein klasse Actionfilm mit richtig guten Special Effects und CGIs geworden. Aber ihm fehlt die Handlung, die Nähe der Charaktere, eine Hintergrundgeschichte und damit das, was für mich die X-Men-Serie ausmacht - nicht nur gute Action, sondern auch eine intelligente Geschichte. In X2 wurden die Charaktere dem Zuschauer nahe gebracht und ihre Geschichten und Beziehungen untereinander gut erläutert. Im neuen Teil werden die Charaktere sträflich vernachlässigt. Da wird mit großem Trara der neue Angel eingeführt, und im Film reichts nicht mal für fünf ganze Sätze. Woher Hank auf einmal kommt und welche Vorgeschichte er hat, auch das wird nicht wirklich erklärt. Die mit knapp 1,5 Stunden zu geringe Spielzeit hätte für den Inhalt wesentlich länger sein müssen. *Spoiler* Dass Cyclops gestorben ist, hat mich nicht gestört, ich konnte ihn noch nie leiden. Was ich aber nicht verzeihen kann ist das Ende meines Lieblingsmutanten Mystique. Auch behagt mir das Ableben von Charles "Picard" Xavier überhaupt nicht. *Spoilerende* Es gibt auch gute Dinge zu berichten, denn X3 bleibt wie gesagt ein guter Actionfilm: Effekte und CGI sind klasse, der Besuch bei Greys ist toll gemacht. Phoenix ist während ihrer Verwandlung der Innbegriff für "furcheinflösend", die Maskenbildner haben hier tolle Arbeit geleistet. Halle Berry als Storm ist immer noch eine Augenweide. Der Schlusskampf ist von der Ausführung her gigantisch, auch wenn ich mich doch über den Nichteinsatz ihrer Kräfte von den unzähligen Mutanten gewundert habe. All denen, die schon vor dem Abspann aufgestanden sind, fehlt übrigens ein wichtiger Hinweis auf einen möglichen weiteren Teil, also unbedingt bis zum Ende sitzenbleiben.


Der Da Vinci Code | The Da Vinci Code
Thriller, 149 Minuten
Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen, Jean Reno


Ein netter Thriller, der aber lange nicht so gut wie das Buch ist. Dem Film fehlt die Spannung, die die Romanvorlage ausgezeichnet hat. Auch ist Tom Hanks mit der Rolle von Robert Langdon überfordert, zumindest schafft er es nicht den Charakter interessant darzustellen. Buchleser brauchen sich den Film also nicht anschauen, sie haben nichts verpasst. Für die Nichtkenner des Buchs gibt es hier unter Umständen einen brauchbaren Film.


Harte Ziele | Hard Target
Action, 97 Minuten
Jean-Claude Van Damme, Yancy Butler, Lance Henriksen, Arnold Vosloo


Kompromissloser und geradliniger Actionklassiker mit den "Muscles from Brussels" in der Hauptrolle, John Woo auf dem Regiestuhl und Lance Henriksen als Bösewicht. Schnell, spannend, mit grandiosen One-Linern und sehr kurzweilig präsentiert sich die 18er-Version, die gut gelungen ist. Warum hat MI:2 nicht auch so werden können? John Woo hat hier alles richtig gemacht, sogar die obligatorischen Tauben sind wieder mit dabei.


Immortel
Science Fiction/Fantasy, 102 Minuten
Linda Hardy, Thomas Kretschmann


Wieder ein Film, den man mag oder hasst. Immortel ist eine ungewöhnliche Mischung aus realem Film und Tricktechnik. Dabei werden die aus dem Computer erstellten Charaktere nicht gerade gut in den Film integriert, was mir jedoch weniger ausgemacht hat. Leicht störend empfand ich das anfängliche Unwissen, auf was der Film zusteuern wird. sobald man sich jedoch mit der ungewöhnlichen Erzählweise auseinandergesetzt hat, bekommt man einen guten und in freundlicher zukunftsatmosphäre spielenden Film geboten, der sich irgendwo zwischen Science Fiction und Fantasy ansiedelt. Es gibt Menschen, Außerirdische, Mutanten, durch Gentechnik erschaffene Wesen, einen bösen Konzern im Hintergrund und einen Gott, der seine Unsterblichkeit verlieren wird. Seltsame Mischung, die mir dennoch gut gefallen hat. Ich kenne die dazugehörigen Comics von Enki Bilal nicht, der Film soll aber stark an sie angelehnt sein. Wer die Vorlage mag, wird daher wohl auch was mit dem Film anfangen können.


Syriana
Drama/Thriller, 126 Minuten
George Clooney, Matt Damon, Alexander Siddig


Syriana (Kunstwort aus Syrien, Irak und Iran) bleibt fast die ganze Spielzeit hinter dem Erreichbaren zurück und wird erst gegen Ende durch einen Knopfdruck interessant. Erst dann verbinden sich die teilweise wirren Handlungsstränge zu einem kompletten Ganzen, erst dann wird der Film verständlich und vor allem gut. Das passiert jedoch leider viel zu spät, so dass die ersten 90% als langweilig und schlecht in Erinnerung bleiben werden. Ist sehr schade, denn Syriana hätte die Chance, eine grandioser Thriller zu werden. So bleibt er im Mittelmaß und verdient sich meines Erachtens keine Weiterempfehlung. Wer sich Syriana dennoch anschaut sollte Zeit mitbringen, den Film konzentriert angehen und sich nicht von der ersten Phase abschrecken lassen, dann bekommt man einen starken Film geboten.


The Hills have Eyes
Horror, 107 Minuten
Ted Levine, Dan Byrd, Emilie de Ravin, Aaron Stanford, Vinessa Shaw


Spannend und mit teilweise bösem Humor präsentiert sich der neue Film von Alexandre Aja, der schon in Haute Tension sein Talent bewiesen hat. Ein grundsolider Splatter, der nicht viel falsch macht. Und dennoch blieb der Film hinter meinen Erwartungen zurück, was ich der Werbung zuschreiben muss. Da wurde eine neue Gewalt- und Splatterorgie angepriesen, und das bietet der Film einfach nicht. Sicherlich ist er heftig und blutig, aber für den erwarteten neuen Stern am Horrofilmhimmel hat es nicht gereicht.


Dirty Harry
Action/Thriller, 102 Minuten
Clint Eastwood, Harry Guardino, Reni Santoni, Andrew Robinson


Nachdem ich mit dem fünften Teil nicht viel anfangen konnte, hat mich das Original für die Dirty Harry-Reihe begeistern können. Eine spannende Geschichte, ein unsympathischer Bösewicht und der Prototyp des modernen, einsamen und aggressiven US-Cops machen den ersten Teil sehenswert. War für die damalige Zeit wahrscheinlich sogar eine Spur zu brutal.


Sky Fighters | Les Chevaliers du ciel
Action, 102 Minuten
Benoît Magimel, Clovis Cornillac, Alice Taglioni


Nach vielen hochklassigen Filmen aus Frankreich in letzter Zeit ist das hier leider eine Gurke. Mir wurden tolle Luftkämpfe, viel Action und hübsche Pilotinnen in Stilettos versprochen. Leider ließ Qualität und Quantität in den Punkten stark zu wünschen übrig. Der Film nervt mit zwei blöden Hauptdarstellern, Logiklöchern, dämlichen Dialogen und einer nicht gerade fesselnden Geschichte. Gelohnt hat sich der Film nur wegen der Luftaufnahmen, die waren echt schön.


Underworld: Evolution
Action, 106 Minuten
Kate Beckinsale, Scott Speedman, Tony Curran, Brian Steele


Knüpft nahtlos an den ersten Teil an, das Ende wird in Kurzfassung nochmals im Intro erzählt. Underworld: Evolution hat mir vom grundsätzlich besser gefallen als der erste Teil, bekommt aber dennoch nicht mehr Punkte. Es hat die düstere Atmosphäre gefehlt, die den Vorgänger ausgezeichnet hat - und das macht viel aus. Ansonsten kann U:E ziemlich punkten: Richtig fieser und cooler Gegenspieler (Varimathras lässt grüßen), viele Hintergrundinformationen zur Blutfehde und vor allem ein wesentlich besserer Showdown. Im Vorgänger gabs zig Leute, die sich alle gegenseitig umgebracht haben ohne dass der Zuschauer mitbekommen hat, wer denn jetzt gerade was macht. Das hat mich ziemlich kalt gelassen und eher genervt. Teil 2 verhält sich in dieser Hinsicht wesentlich besser. Sollten die Produzenten die Vorteile beider Filme vereinen, freue ich mich jetzt schon auf den Nachfolger.


Underworld
Action, 133 Minuten
Kate Beckinsale, Scott Speedman, Michael Sheen, Shane Brolly, Bill Nighy


Als ich Underworld damals im Kino gesehen habe, war ich maßlos enttäuscht und meine Wertung ist dementsprechend ausgefallen. Jetzt hats die DVD (FSK18, +18 Minuten) für einen Spottpreis gegeben und da ich nunmal ein Faible für Vampirfilme habe, wollte ich dem Film nochmal ne Chance geben. Die längere Fassung gefällt mir wesentlich besser und hat einen runderen Eindruck hinterlassen. Underworld ist deswegen kein Topfilm, aber er schafft es inzwischen mich gut zu unterhalten und das ist mal die Hauptsache. Die Minuspunkte bleiben natürlich weiterhin bestehen: Der pseudocoole Stil nervt gewaltig, Bill Nighy ist seit seiner Rolle als Popstar in "Love actually" nicht glaubwürdig für die Rolle als Viktor und die Geschichte um die interessante Idee des Krieges zwischen den Unsterblichen wird nicht genug ausgebaut. Dafür wird man mit einem spannenden, kurzweiligen Vampirfilm unterhalten, der in der Langfassung noch Lust auf Teil 2 macht.


Conan der Zerstörer | Conan the Destroyer
Action/Fantasy, 103 Minuten
Arnold Schwarzenegger, Grace Jones, Wilt Chamberlain, Mako, Tracey Walter, Olivia d'Abo


Kein Vergleich zum ersten Teil, aber noch passable Abendunterhaltung, solange man keine allzuhohen Ansprüche stellt. Fehler ohne Ende, schlechte Story, kaum Kämpfe, schlecht choreographierte Kämpfe und dennoch unterhält der Film, wenn man Arnie und das Genre mag.


Wo die Liebe hinfällt | Rumor Has It
Komödie, 96 Minuten
Jennifer Aniston, Kevin Costner, Shirley MacLaine, Richard Jenkins


Diese neueren Hollywoodkomödien... Irgendwie kann ich mit ihnen nichts mehr anfangen. Dieses banale, uninteressante Geplänkel hat mir nicht gefallen und mich eher genervt als erheitert. Die Schauspieler empfand ich schlecht, richtig überzeugt in seiner Rolle hat mich niemand. Positive Ausnahme war Shirley MacLaine, dafür gibts dann noch drei Gnadenpunkte. Und erneut wurden im Trailer mal wieder alle Punkte und Gags des Films vorweggenommen, schade.


A History of Violence
Thriller/Drama, 96 Minuten
Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris


Ich wusste nicht, was mich bei diesem Film erwartet und wurde positiv überrascht. Durchweg spannend, nicht vorhersehbar und den Zuschauer stückchenweise mit neuen Details versorgend. "A history of violence" lässt sich gar nicht richtig kategorisieren, eine einzige Genrebezeichnung würde ihm nicht ausreichen. Diese Unkenntnis, was als nächstes passieren wird und auf was der Film zusteuern wird, hat mir sehr gut gefallen. So musste ich nicht mit Klischees kämpfen, die hier größtenteils weggelassen wurden. Großer Kritikpunkt: Die Musik von Howard Shore hat an zu vielen Stellen an seinen großen Erfolg Herr der Ringe erinnert, das hat den Film aus seiner Atmosphäre gerissen.


Der Pate | The Godfather
Krimi/Drama, 175 Minuten
Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, Richard S. Castellano, Robert Duvall, Diane Keaton


Ich habe ein kleines Problem damit, den Film als Meisterwerk zu bezeichnen, denn diesen Titel hat er nicht ganz verdient - aber er ist sehr knapp an dieser Auszeichnung dran. Eine sehr gut gemachte, interessant gestaltete Geschichte mit hochklassigen Schauspielern. Ein wunderbarer Score, der noch ewig lang im Ohr bleibt, und so viele Szenen an die man sich wieder erinnert. Klasse gemacht, sehr spannend und nicht vorhersehbar wird der Film mit seinen fast drei Stunden Laufzeit (war mir etwas zu lang) dem Zuschauer präsentiert. Diese Intrigen, das politische Spiel um die Familie, das Auf und Ab war gut gemacht und hat den Film nicht langweilig werden lassen.


Absolute Power
Thriller, 121 Minuten
Clint Eastwood, Gene Hackman, Ed Harris


Interessantes Thema, das von Clint Eastwood meistens überzeugend dargestellt wird. Größtes Manko sind die verschenkten Chancen. Man hätte aus dem ohnehin guten Film weitaus mehr machen können, so bleiben die Machenschaften im Hintergrund ziemlich blass und unauffällig. Judy Davis als Beraterin des Präsidentin nervt und ist in ihrer oftmals hilflosen Art unglaubwürdig für diese Rolle.


Last Action Hero
Action/Komödie, 130 Minuten
Arnold Schwarzenegger, Charles Dance, Tom Noonan


Last Action Hero hat eine weitere Lücke in meinen Schwarzeneggerfilmen geschlossen. Er nimmt das Gerne Action gekonnt aufs Korn, kein Klischee wird hier ausgelassen. Der Junge als zweiter Hauptcharakter nervt zum Glück nur geringfügig. Arnie parodiert sich in vielen Szenen selber, was dem Film viel Sympathie eingebracht hat.


Walk the Line
Musikfilm, 136 Minuten
Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon


Nach dem Film wusste ich nicht, ob mich Johnny Cash, der Film als Ganzes oder die Darstellung von Joaquin Phoenix am meisten begeistert hat. Fest steht nur, dass ich eine grandiose musikalische Biografie gesehen habe. Klasse inszeniert, kein bisschen langweilig, sogar der Country hat mir ein bisschen gefallen. Zu Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon: Ich freue mich, dass sie für ihre Rolle einen Oscar erhalten hat. Und ich bin traurig, dass der Hauptdarsteller keinen für seine Leistung bekommen hat. Wahnsinn, wie er spielt und singt. Die Geschichte um Johnny Cashs Leben ist toll gemacht und hat mich tief bewegt. Der Film ist ein Stück Ehrlichkeit. Manches Mal schmerzend, aber immer ehrlich. Und das ist richtig schön.


Eine Leiche zum Dessert | Murder by Death
Krimikomödie, 94 Minuten
Truman Capote, James Coco, Peter Falk, Alec Guinness, Elsa Lanchester, David Niven, Peter Sellers


Eine Leiche zum Dessert bietet die fünf weltbesten Kriminologen bzw. deren Doubles und eine nette Unterhaltung, wenn man Krimis mag. Dieses Genre wird hierbei nämlich kräftig parodiert. Ich selber kannte nicht alle Detektive, konnte mir deren Originale aber gut vorstellen. Allerdings muss man wirklich Krimis mögen oder zumindest die Personen kennen, um den Film witzig zu finden.


Training Day
Thriller/Drama, 120 Minuten
Denzel Washington, Ethan Hawke


Training Day lebt von seinen beiden Hauptdarstellern, die ihre Sache gut machen und gut harmonieren. Besonders die Wandlung von Ethan Hawke hat mir gut gefallen und stellt sein schauspielerisches Potential zur Schau. Der Film bleibt die komplette Spieldauer über düster und spannend. Eine gut erzählte Geschichte bzw. ein Drama, das den Zuschauer nicht traurig zurücklässt.


Starship Troopers
Action, 129 Minuten
Casper Van Dien, Dina Meyer, Denise Richards


Ich finde es klasse, wie vielschichtig dieser Film gesehen werden kann. Es gibt den unterhaltsamen Partysplatter und die sehr gut gemacht Kritik an diversen politischen Systemen. Und beide Arten lassen sich je nach Einstellung auch noch gut vereinen. Pseudoarier, Krieg gegen unverstandene Wesen, Hunderttausende Tote und als Konsequenz der Rücktritt des Verantwortlichen und der bedingungslose Gehorsam von Einwohnern, die dem Staat dienen wollen sind alles Themen, die hier recht gut angeschnitten werden, ohne den Zeigefinger zu arg zu erheben. Echt gut gemachte Kritik von Paul Verhoeven, großes Lob. Und dazu ist Starship Troopers einfach nur unterhaltsam.


Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen? | How to lose a guy in 10 days
Liebeskomödie, 116 Minuten
Kate Hudson, Matthew McConaughey


Nicht zum Aushalten. Ich habe die DVD nach der Hälfte abgebrochen, weil ich dieses Gezeter und Geplärre nicht mehr ertragen habe. Diese beiden Charaktere gehen mir so auf die Nerven, dass ich mich mit keinem identifizieren konnte und daher auch keinen Zugang zum Film gefunden habe. Dabei finde ich die Idee gar nicht mal schlecht, nur wurde sie zu schlecht umgesetzt.


Transporter - The Mission | The Transporter 2
Action, 87 Minuten
Jason Statham, Alessandro Gassman, Amber Valletta


Ich bin ja schon mit dem ersten Teil nicht richtig warm geworden, aber der zweite ist eine ziemliche Enttäuschung. Die Atmosphäre fehlt, der Anzug passt immer noch nicht zu Frank, es wird wieder zuviel Trara um das Auto gemacht. Und dann kommt noch dieser schon peinliche, nervige Unrealismus dazu: Frank benutzt eine Holztür als Deckung. Als Frank einen Stunt mit dem Audi ausführt, um eine an der Unterseite des Autos angebrachte Bombe am höchsten Punkt an einen Krankhaken loszuwerden, wollte ich einfach nur noch den Film verlassen. Drei Meter hohe Sprünge aus dem Stand sind auch einfach nur peinlich. Bei James Bond passt sowas, man ist das gewohnt. So wie Frank dargestellt wird, wirkt es aber nur noch unglaubwürdig. Zu guter Letzt war ich von den Kämpfen enttäuscht, die mir viel zu abgehackt waren. Flüssige Bewegungen und schöne Kamerafahrten hat man vergeblich gesucht.


Sky High
Familienfilm, 100 Minuten
Kurt Russell, Kelly Preston, Michael Angarano


Sicherlich kein Muss-Film, aber überraschenderweise nette Unterhaltung für Zwischendurch. Die Kinder waren erstaunlich wenig stressig und nervtötend, was dem Film sehr gut getan hat. Idee und Ausführung sind in Ordnung, man sollte aber dennoch keine hohen Ansprüche an den Film haben. Leichte Unterhaltung.


Domino
Action, 127 Minuten
Keira Knightley, Mickey Rourke, Edgar Ramirez, Lucy Liu, Christopher Walken


Lächerlich ist das Adjektiv, das den Film am besten umschreibt. Keira Knightley ist als Kopfgeldjägerin einfach nur unglaubwürdig. Ich konnte ihr niemals die gespielte Rolle abnehmen. Die Geschichte ist - obwohl angeblich auch tatsächlich passiert - einfach nur bescheuert, wer handelt denn so? Die Schnitte waren vom Regisseur in Man on Fire schon arg gewählt, hier hat er es eindeutig übertrieben. Irgendwie reiht sich eine Peinlichkeit an die nächste... Wirklich sehenswert war nur Mickey Rourke. Schade, dass er nicht weiblich ist, sonst hätte er Domino verkörpern können und damit wäre wenigstens ein wenig mehr gewonnen.


Serenity
Science Fiction, 119 Minuten
Nathan Fillion, Gina Torres, Adam Baldwin, Summer Glau


Überraschend kurzweiliger Film. Passable Hintergrundgeschichte, überzeichnete Charaktere, reichlich Action und tolle Special Effects. Schade war, dass man von Rivers Kampfkunst nicht mehr gesehen hat. Die Geschichte macht Lust auf die dazugehörige Serie Firefly, die aber schon nach einer Staffel abgesetzt wurde.


Jagd auf Roter Oktober | The Hunt for Red October
Thriller, 134 Minuten
Sean Connery, Alec Baldwin, Scott Glenn, Sam Neill


Hochinteressanter und spannender Politthriller mit prominenter Besetzung. Anfangs ist noch nicht richtig klar, wer welche Ziele verfolgt. Mit der Zeit wird das politische Spiel klarer und in die Handlung eingebaut. Die amerikanische und die russiche Sichten werden filmisch geschickt dargestellt, es gibt diesmal zum Glück keine böse und gute Seite. Sehr zur Atmosphäre hat die russische Musik am Anfang und gegen Ende beigetragen, das war eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Einerlei. Einzig die Besetzung von Jack Ryan mit Alec Baldwin hat mir nicht gefallen, er spielte den CIA-Agenten nicht besonders souverän.


Ein Duke kommt selten allein | The Dukes of Hazzard
Action/Komödie, 106 Minuten
Johnny Knoxville, Seann William Scott, Jessica Simpson


Sehr mäßig, aber noch etragbar. Johnny Knoxville und Seann Scott nerven, Jessica Simpson taugt nur was fürs Auge. Der einzig brauchbare Darsteller ist Burt Reynolds, der den Bösen recht amüsant verkörpert. Der Film an sich plätschert reichlich hirnfrei vor sich hin, bietet keine Höhepunkte, keine tollen Dialoge, peinliche Witze, übelste Klisches und schafft es trotzdem noch ins Mittelmaß. Keine Ahnung, warum.


Collateral Damage
Action, 108 Minuten
Arnold Schwarzenegger, Francesca Neri, Elias Koteas


Was für eine Enttäuschung. Arnie ist sehr alt geworden und macht einen ganz schlechten Eindruck in einem miserablen Film. Der Hintergrund für Arnies Einmannrachefeldzug ist lächerlich inszeniert und zielt auf die leider weit verbreitete Angst vor dem Terrorismus ab und nutzt diese Angst gezielt aus. Über die Handlung muss man kein Wort verlieren, das ist nur noch peinlich. Die Actionszenen sind selten und schlecht, als einziges sticht positiv die Wendung gegen Ende heraus. Und noch schlechter als der Film an sich ist der Patriotismus, der von ihm ausgestrahlt wird. Einfach widerlich.


White Chicks
Komödie, 97 Minuten
Shawn Mayans, Marlon Mayans


So ein Müll! Zwei etwas unterbelichtete FBI-Agenten müssen ein verwöhntes Schwesternpaar während einer Feier vor einer potentiellen Entführung beschützen. Da jedoch ein kleines Missgeschick passiert, bei dem die Damen zwei Kratzer davontragen, können die Gören nicht mehr an dem Schönheitswettbewerb teilnehmen. Daraufhin verkleiden sich die Cops als das Zickenpaar. Dieses dumme Idee wird begleitet von Gags, die ein paarmal funktionieren, aber 90% des Films einfach nur dämlich und peinlich sind. Viele der Witze sind auf unterstem Niveau und haben mich stark und "boat trip" erinnert. Ich weiß nicht, ob der Film eine Persiflage des Hickmicks um die unerträglichen Hiltonschwestern sein soll. Wenn ja, ist es ihm nicht mal ansatzweise geglückt.


Welcome to the Jungle | The Rundown
Action, 104 Minuten
The Rock, Sean William Scott, Christopher Walken


Brauchbare Mischung zwischen Action und Adventure. Die Mischung zwischen beiden Genres hat gut gepasst, genauso wie das Duo Rock/Scott. Letzterer hat mich positiv überrascht, hatte ich ihn doch nur als dummschwätzenden Jugendlichen aus American Pie in Erinnerung. Zu meinem Leidwesen blieb Christopher Walken erstaunlich blass, da hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Die Kameraaufnahmen im Dschungel waren schön, die Luftaufnahmen langweilig, da sich alles wiederholt hat. Der Kampf mit den Rebellen sowie der Showdown waren gut durchdacht und es hat Spaß gemacht, dabei zuzugucken. Sehr schön waren die verschiedenen Dialekte der einzelnen Leute: so habe ich den Piloten mit seinem Kauderwelsch-Englisch und die Rebellen manchmal ganz schwer verstanden und dennoch war es witzig, dass the Rock die gleichen Probleme im Film hatte.


Voll auf die Nüsse | Dodgeball: a true underdog story
Komödie, 92 Minuten
Vince Vaughn, Ben Stiller


Uiui, die Sneaks: Letzte Woche wurden wir mit "white chicks" gestraft und heute kam der nur unwesentlich bessere "Voll auf die Nüsse". Toller deutscher Titel übrigens, der in etwa das geistige Niveau des Films beschreibt. Über die Story braucht nicht großartig berichtet zu werden, weil es sie schon 100 mal vorher gegeben hat. Dazu kommt das typische Underdog-Feature mit der typischen Nummer Der-Loser-kriegt-die-Frau. Die Witze waren alle schon zigmal da und boten nichts neues. Dass der Film eine Parodie sein soll, ist nicht wirklich geglückt: Er steckt so voller Klischees, dass man ihm die Parodie irgendwann nicht mehr abnimmt. Vince Vaughn hat mir sehr gut gefallen, die Kurzauftritte von bekannten Leuten wie Lance Armstrong waren eine nette Dreingabe. Noch ein Wort zum Radprofi: Die Geschichte, die er zum besten gibt ist eine solch widerwärtige Moralpredigt, dass dadurch sein Auftritt einen sehr negativen Beigeschmack bekommt. Die einzigen zehn Minuten die mir gefallen haben, waren die Spielszenen und die Vorstellung der einzelnen Mannschaften.


Versus
Action, 119 Minuten
Tak Sakaguchi, Hideo Sakaki


Wird als einer der spaßigsten Fun-Splatter gelobt. Leider muss ich da widersprechen; der Film ist allenfalls nur Mittelmaß. Die wirklich bescheurte und an den Haaren herbeigezogene Story nervt, genauso wie das dumme Verhalten der Yakuza-Gang. Dazu kommt noch ein unnötiger Plot mit den beiden Polizisten und ein seltsames Ende. Die Kampfszenen sind gut, Bild und Musik haben mir gefallen. Der Showdown wird durch ständige Rundumschwenks der Kamera um die Protagonisten verschlechtert. Das passt in einen Liebesfilm, aber nicht an diese Stelle.


Verschwörung im Berlin-Express | Skenbart - en film om tâg
Krimi, 100 Minuten
Ann Björk, Gustav Hammersten, Magnus Roosmann


"Verschwörung im Berlin-Express" war der zweite Teil einer Doppelsneak und eine Riesenüberraschung. Das Ambiente ist sehr schön, vor allem die Schwarz/Weiß-Filmerei lässt die richtige Atmosphäre entstehen. Die Geschichte ist spannend und witzig und bringt immer wieder neue Wendungen, die den Film interessant gestalten. Der Humor ist manchmal ziemlich hart und eher von der schwarzen Sorte, wem es wie mir gefällt, wird seinen Spaß dran haben. Vor allem der krüppelige Soldat und der Abspann haben mich sehr amüsiert. Ein Hoch auf die Sneak, denn unter normalen Umständen wäre der Film a) nie in meinem Kino gelaufen und b) hätte ich ihn mir wohl nicht angeguckt. Nach "Kops" schon der zweite Knaller aus Schweden, freue mich auf den nächsten.


Vergiss mein nicht! | Eternal Sunshine of the Spotless Mind
Drama/Liebesfilm, 108 Minuten
Jim Carrey, Kate Winslet, Elijah Wood, Kirsten Dunst


Überraschend gut. Hat wirklich Spaß gemacht, vor allem das letzte Drittel. Anfangs fand ich Vergiss mein nicht! zu konfus und uninteressant, außerdem haben mich wie üblich Jim Carrey und Kate Winslet genervt. Von letzterer habe ich eine ganz andere Meinung nach diesem Film, sie hat mir über die Zeit immer besser gefallen. Jim Carrey ist und bleibt aber leider jemand, den ich nicht mag und der meines Erachtens auch überhaupt nicht in die Rolle des Joel passt. Ich konnte ihm den Schmerz einfach nicht abnehmen, er hatte keine besondere Gestik und Mimik drauf die erkennen ließ, dass er gerade in einem Liebesdrama spielt. Musikalisch ist der Film eine Wucht, das unter den Extras sichtbare Musikvideo auf der DVD ist recht spaßig. Insgesamt ein guter Film, der mit einer anderen Besetzung als Jim Carrey wesentlich besser hätte werden können.


Unleashed
Action, 103 Minuten
Jet Li, Morgan Freeman, Bob Hoskins


Unleashed bietet nicht genügend Kämpfe, um als Martial Arts durchzugehen. Allerdings gibt es zuviel Action, wenn man ihn als Drama bezeichnen wollte... Eine Kombination zwischen Action und Drama finde ich daher ganz passend. Meine nach erster Sichtung des Trailers geäußerte Vermutung, Unleashed sei mit Léon der Profi zu vergleichen, hat sich nicht bewahrheitet. Unleashed kommt in keinster Weise an Léon heran, ohne jedoch schlecht zu sein: Die Kampfszenen (und damit das wichtigste) sind grandios. Besonders hervorheben möchte ich den Kampf zwischen zwei annähernd ebenbürtigen Gegner in einem ganz kleinen Raum: der Kampf ist stilistisch wunderbar umgesetzt und zeigt, was man doch als begabter Kämpfer alles machen kann. Die Kameraführung dazu ist (wie auch im restlichen Film) sehr gut gelungen; es werden oftmals recht geniale Kamerafahrten benutzt, die ein wenig an ein Prügelspiel an der Konsole erinnern. Die Hintergrundmusik hat mir sehr gut gefallen, sie wurde die ganze Zeit von Massive Attack gestaltet. Schön, mal wieder was von denen zu hören. Stellenweise war der Film aber zu langatmig - dies wird besonders in der Mitte deutlich, wo Jet Lis Charakter das normale Leben kennenlernt. Für den aufpeitschenden Trailer und die daraus resultierende Vorfreude auf einen schönen Martial Arts à la Ong-Bak war hier einfach zuviel Leerlauf vorhanden, ich hätte mir ein wenig mehr Action gewünscht.


Uzumaki
Horror, 90 Minuten
Eriko Hatsune, Fhi Fan, Hinako Saeki


Schlechter Horror, von dem ich mir wesentlich mehr versprochen habe. Es gibt kaum gruselige oder schockierende Szenen, Uzumaki wird dem Genre Horror einfach nicht gerecht. Einige Szenen sehen nach 80er B-Movie aus und verleihen dem Film nicht die nötige Ernsthaftigkeit. Einige interessante Nebenhandlungen wie der Zusammenhang Spirale / See werden nicht konkret weiterverfolgt und lassen den Zuschauer ziemlich ratlos zurück.


The Village
Thriller, 108 Minuten
Bryce Dallas Howard, Joaquin Phoenix, Sigourney Weaver


Der Film kommt allgemein zu schlecht weg und geht unter: Er bietet verglichen mit the sixth sense kein Hammerende, das gebe ich zu. Dennoch war ich einigermaßen überrascht, da ich mir die ganze Zeit Theorien zurecht gelegt habe, die in eine ganz andere Richtung abgezielt haben. Von daher kann ich für mich nicht sagen, dass ich vom Ende enttäuscht war. Auch die schon oft angesprochene angeblich nicht vorhandene Spannung kann ich so nicht empfinden. Ich fand den Film zu keinem Zeitpunkt langweilig *Spoiler* und sogar richtig spannend, als das erste Monster aufgetaucht ist, da ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht an diese seltsamen Wesen geglaubt habe. Dass es dann doch anders kam, steht auf einem anderen Blatt. *Spoiler Ende* Die Darstellung der Person Ivy Walker fande ich sehr gelungen. Dafür fande ich den Blindenpart eher mäßig. Ich habe während meines Zivildienstes sehr viel mit Blinden gearbeitet und kann sagen, dass sich so niemand verhält (läuft, spricht, ...), der nicht sehen kann. Ich denke dass der Film bei vielen Zuschauern schlecht wegkam, da der Trailer ein völlig falsches Bild aufgebaut hat. Er hat mit schnellen Schnitten und angedeuteten Schockeffekten auf eine ganz andere Art Film hingedeutet, das Endprodukt ist aber das genaue Gegenteil. Ich glaube, dass vor allem dadurch viele Erwartungen enttäuscht wurden.


The Punisher
Action, 124 Minuten
Thomas Jane, John Travolta


Aufgrund des Trailers und einiger Kommentare war ich lange abgeneigt, mir diesen Film anzuschauen. Zum Glück habe ich meine Meinung geändert, denn ich habe seit X-Men mal wieder eine richtig gute Comicverfilmung gesehen (Comicadaption kann ich nicht sagen, da ich die gezeichnete Serie nicht kenne). Die Geschichte finde ich wunderbar, da bleibt kein Platz für moralische Fragen und folglich ist pure Action garantiert. Sehr positiv im Vergleich zu Van Helsing, Hellboy und Co. fande ich die düstere Atmosphäre und vor allem der Verzicht auf unbedingte witzige Einzeiler. Es gab wenige schlechte davon, aber auch viele gute. Und doch ist die Anzahl weit unter dem Schnitt von vergleichbaren Filmen geblieben. Der Punisher versucht daher nicht, krampfhaft witzig zu sein. Die Hauptperson hat mich immer an eine Mischung aus Wolverine und Connor MacLeod erinnert und hat sich wacker geschlagen. Die Art, wie er tötet (oder besser gesagt töten lässt) hat mir sehr gut gefallen und war mal eine Alternative zu üblichen Actionfilmen. Sehr gut gefallen haben mir der gezeichnete Vorspann, die Luftansicht auf die explodierten Autos und Besonderheiten, die in Durchschnittsfilmen nicht unbedingt auftauchen (Der unbepiercte Mitbwohner tanzt mit Joan, während die Kamera in die Wohnung nebenan überlendet und den tänzelnden Kampf von Frank Castle mit dem Russen zeigt). Noch ein Wort zum Schnitt: Ich weiß nicht, welche Version ich angeschaut habe. Aber grobe Fehler bei der Zusammenstückelung von Filmteilen wegen jugendgefährdender Inhalte sind mir bis auf eine Szene nicht aufgefallen. Das nur als Information für alle diejenigen, die sich über die geschnittene Version beklagt haben.


Terminal
Komödie, 128 Minuten
Tom Hanks, Catherine Zeta-Jones, Stanley Tucci


Eine Komödie fürs Herz. Tom Hanks hangelt sich als Victor durch jede Widrigkeit, die ihm vom Sicherheitschef auferlegt werden. Das macht er mit einem solchem Charme, dass man ihn einfach sympathisch finden muss. Wie er nach und nach ohne Geld und die Fähigkeit, die Sprache zu sprechen mit den einzelnen Situationen fertig wird, ist sehr schön erzählt (Meine Lieblingsszene ist die, als er mithilfe der verschiedensprachigen Reiseführer die Sprache lernt). Als ein wenig an den Haaren herbeigezogen habe ich den Grund empfunden, warum Victor unbedingt nach New York will, die Idee war einfach zu lieblos und ausgelutscht. Obwohl die meisten guten Ideen und Witze schon im Trailer zu sehen waren, habe ich keine Langeweile während des Films verspürt.


The Transporter | Le transporteur
Action, 89 Minuten
Jason Statham, Qi Shu, Matt Schulze


Leider eine kleine Enttäuschung. Der Trailer sah sehr vielversprechend aus und versprach gediegene Unterhaltung. Die gab es auch, allerdings ging mir die von von vielen Leuten angesprochene Satire ein wenig zu weit. Eine kaum vorhandene Story zieht sich durch den Film, gepaart mit großteils sehr ansehlichen Effekten, dann aber auch absolut peinlichen Szenen (die Rutschpartie auf dem mit Öl verschmierten Boden). Das war mir dann doch zuviel. Leider fehlt auch ein Highlight, das Actionfilme normalerweise auszeichnet (irgendein besonderer Dialog, ein Verfolgungsjagd oder ein Kampf). Hier war alles nur Durchschnitt und konnte mich im Vergleich zum hervorragenden Trailer nicht begeistern. Die Musik im Film gefiel mir ebenso wenig wie das 08/15-Ende. Im Gegensatz zu sehr guten Produktionen aus dem gleichen Land wie die "Taxi"-Reihe war ich doch etwas enttäuscht und hoffe jetzt auf eine bessere Fortsetzung.


Trouble ohne Paddel | Without a paddel
Komödie, 95 Minuten
Ethan Suplee, Burt Reynolds, Seth Green


Nach dem eher abschreckenden Trailer eine angenehme Überraschung zur Jahres-Abschluss-Sneak. Durchschnittliche Komödie mit einigen dummen, aber auch vielen guten Gags. Ohne den pienzigen Arzt in der Dreiergruppe wäre der Film aber wesentlich schlechter weggekommen, er zeichnet sich für einen Großteil der Witze verantwortlich. Angenehm war auch, dass nicht schon alle guten Gags im Trailer gezeigt wurden, wie es in letzter Zeit häufig vorkommt. Letztendlich landet "Trouble ohne Paddel" (was für ein bescheurter Titel) im Mittelfeld, da ihm wirkliche Highlights für eine bessere Note fehlen. Für zwischendurch ist er ganz ok.


THX 1138
Science Fiction, 86 Minuten
Robert Duvall, Maggie McOmie, Donald Pleasence


THX 1138 hat bei mir Star Wars als Lucas' besten Film abgelöst, obwohl sich beide natürlich nicht vergleichen lassen. Ein so spannender und beklemmender Film ist mir schon lange nicht mehr untergekommen. Die Menschen leben in der Zukunft in einem Überwachungsstaat unter der Erde. Da jede Art von Emotionen unerwünscht sind, werden die Menschen mit Drogen vollgepumpt, ohne dass sie sich des Problems und deren Folgen bewusst sind. Irgendwann hören ein Arbeiter mit der Bezeichnung THX 1138 und seine Mitbewohnerin LUH 3417 auf, die Psychopharmaka zu nehmen. Die Folgen dieser Handlung machen den Großteils des Films aus. Der Film glänzt durch die Kälte und Kompromisslosigkeit, die er ausstrahlt: der totale Überwachungsstaat, jeder überwacht jeden. Unterdrückung aller Emotionen. Hinrichtungen von Andersdenkenden. Lobpreisung auf den Konsum, der glücklich macht. Abkehr von der Religion. Absolute Gefühllosigkeit. Diese Punkte werden ziemlich akribisch aufgearbeitet und sehr kritisch beleuchtet. Ähnlich und ähnlich gut wie "Equilibirum", nur dass THX 1138 weniger Spezialeffekte bietet, dafür aber mehr in die Tiefe geht.


Starsky & Hutch
Komödie, 101 Minuten
Ben Stiller, Owen Wilson, Vince Vaughn, Snoop Dogg, Carmen Electra


Der erste Film, in dem mir Ben Stiller nicht negativ aufgefallen ist. Ich habe mich sehr amüsiert, obwohl ich das Original nicht kannte. Trotzdem kann ich mir jetzt in etwa ausmalen, wie die TV-Serie aussah. Die Inszenierung war herrlich und hat Spaß gemacht. Besonders toll fand ich das 70er Jahre Flair, das an allen Ecken und Enden aufgekommen ist. Da haben sich die Kostüm- und Setdesigner echt mal Mühe gegeben. Snoop Doggy Dog hat überraschend gut gespielt, war aber im Originalton recht schwer zu verstehen. Oh Mann, das war alles irgendwie so liebevoll zurechgemacht: Die Riesenkopfhörer, die Schweißflecken in den hässlichen Jogginganzügen, die Stirnbänder, die Plateauschuhe, ... Doch, ein wirlich spaßiger Film.


Sehnsüchtig | Wicker Park
Liebesfilm/Drama, 115 Minuten
Josh Hartnett, Diane Kruger, Matthew Lillard, Rose Byrne


Ich kann Josh Hartnett nicht ausstehen und mag keine Liebesfilme. Also ein denkbar schlechter Start, um den Film in der Sneak zu genießen. Der Film fängt auch gleich mit mehreren Großaufnahmen von Josh Hartnett an, um dann aber einen grandiosen Auftakt hinzulegen und mich bis zum Ende an die Beziehung der betroffenen Personen zu fesseln. Ein sehr spannender Liebesfilm, der - von ein paar Ausnahmen abgesehen - nicht dem üblichen Kitsch verfällt, sondern viele neue Sachen zu bieten hat. Da wäre Diane Kruger, die ich außer in Troja noch nirgends gesehen habe und mit ihrem frischen und hübschen Gesicht das Hollywoodeinerlei auflockert. Die Geschichte ist nicht wie in den üblichen Filmen dieses Genres langweilig erzählt, sondern bietet überraschende Wendungen und Rücksprünge, so dass die ganze Zeit über Spannung herrscht und man erst recht spät die ganzen tragischen Zusammenhänge begreift. Die Kameraeinstellung ist für diese Art Filme auch neu und zeigt den Protagonisten in der Totalen und auf der anderen Bildhälfte das, was er mit seinen Augen wahrnimmt. So kommt auch hier wieder Spannung auf und der Film lässt den Zuschauer nicht im üblichen Kitsch langsam müde werden. Zur weiteren Handlung und zum Ende will ich jetzt nichts sagen, obwohl es so toll gemacht ist, dass es eine Erwähnung verdient. Aber dann verrate ich vielleicht zuviel und verderbe damit jemandem den Film. Leider war ich einer der wenigen, die den Film im Kino genossen und für gut befunden haben.


Soul Plane
Komödie, 86 Minuten
Tom Arnold, Kevin Hart, Snoop Dogg


Ich hasse dumme Komödien. Soul plane ist bestimmt nichts anderes, dennoch fand ich ihn recht unterhaltsam. Er bietet kaum richtig gute Lacher, dafür aber viele Szenen, die bei mir für ein breites Grinsen gesorgt haben. Dazu kommen viele heiße Frauen, kranke Ideen (Lowrider-Flugzeug) und ein cooler Captain Mack, gespielt von Snoop Dogg. Ich mag kein Hiphop und trotzdem konnte ich den Soundtrack genießen. Leider gibt es auch viel albernes Zeug und grottenschlechte Szenen (alle Gags mit dem Blinden, die beiden Securityschwestern). Positiv für mich als Zuschauer waren viele schlechte Kritiken über Soul Plane, die mich mit einem Minimum an Erwartung an den Film rangehen ließen. So konnte ich nur noch überrascht werden.


Shaun of the Dead
Komödie, 99 Minuten
Simon Pegg, Kate Ashfield, Nick Frost


Eine anfangs grandiose Persiflage auf viele Horrorfilme, die im Mittelteil aber ganz stark nachlässt und erst gegen Ende wieder besser wird. Die Ähnlichkeit zu "dawn of the dead" heißt nicht, dass man letzteren gesehen haben muss, um "Shaun of the dead" zu verstehen. Mit dem Kenntnisstand eines anderen Zombiefilms ist man auch gut bedient und kann sich zumindest in der ersten halben Stunde sehr gut amüsieren.


Sky Captain and the World of Tomorrow
Science Fiction, 106 Minuten
Jude Law, Gwyneth Paltrow, Angelina Jolie


Ich habe mich durch den Trailer so auf den Film gefreut. Und tatsächlich kam er gestern in der Sneak. Erster Eindruck: Hervorragend. Gegen Ende wird der Film dann doch etwas schlechter, was vor allem an manchen logischen Ungereimtheiten liegt. Aber von Anfang an: Der Film ist so aufgemacht, als ob er aus den Dreißigern kommen würde. Er ist leicht unscharf, bietet ein Bild wie mit einen Weichzeichner gemalt und hat wunderbare Licht-/Schatteneffekte. So werden oftmals nur die Gesichter der Protagonisten bestrahlt, während der Rest in leichter Dunkelheit versinkt. Das gibt dem Film eine ungeheure Atmosphäre, die dann auch im Film fortgesetzt wird: ganz selbstverständlich wird dort ein Amerika gezeichnet, das sich in einem Zeitpunkt nach dem ersten Weltkrieg befindet. Und wird dann gleich von riesigen, technisch weit fortgeschrittenen Robotern angegriffen. Dieser Zusammenprall von Anachronismus und Moderne setzt sich im ganzen Film fort und hat (mir zumindest) sehr gut gefallen. Es sind wunderbare Bilder, die aufgezeigt werden: beim Angriff der Roboter, die durch die Luft kommen, recken sich kurz nacheinander drei Arme in die Luft, die auf die Maschinen zeigen. Oder es wird kurz ein Mann gezeigt, der das Tau von einem Zeppelin hält um es irgendwo festzumachen. Das sind einfach ungewöhnliche Bilder, die ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe und den Film rein vom Visuellen her weit aus der Masse des Hollywood-Einerleis herausragen lassen. Diese groteske Welt wird nach und nach fortgesetzt und bettet ihre beiden Hauptdarsteller ein: Jude Law und Gwyneth Paltrow. Ersterer spielt wie gewohnt gut, bei Gwyneth Paltrow kann ich zum ersten Mal sagen, dass sie mich nicht in genervt hat (von ein paar dummen Sachen abgesehen, was aber ihrer Rolle angerechnet werden muss). Alle anderen im Trailer erwähnten Schauspieler haben nur sehr kurze Rollen, was ich zumindest bei Angelina Jolie stark bedauere. Die gute Qualität des Film nimmt aber leider nach den ersten beiden Dritteln ziemlich ab; am Schluss habe ich mir regelrecht das Ende herbeigesehnt, damit ich den Film in guter Erinnerung behalten kann. Nicht dass er ein schlechtes Ende hätte, aber im Vergelich zum Anfang kann er einfach nicht mehr mithalten. Fazit: Von der Story her nichts neues, passable Schauspieler, leichte Schwächen gegen Ende und wunderschöne Bilder. Für die meisten Zuschauer, die sich nicht für letzteren Punkt begeistern können, wird der Film wohl eher eine Enttäuschung werden. Er ist von der Aufmachung her wohl am ehesten mit "the cell" zu vergleichen: beide hatten außer den Bildern resp. Kostüme nichts allzu besonderes zu bieten.


Saw
Thriller, 102 Minuten
Leigh Whannell, Cary Elwes, Danny Glover


Vorneweg, ich gebe Saw 7 Punkte. Also ganz sicher kein schlechter Film, aber ich hatte mir ein wenig mehr erwartet. Saw ist durchweg spannend und bietet ein grandioses Ende. Zum Thema Gewalt: Beim zugegebenermaßen Extrembeispiel Ichi the Killer wird die Gewalt recht exzessiv und ausgedehnt dargestellt. So wie sich die viele Kommentare angehört haben, hätte ich vom Gefühl her Saw in diese Kategorie eingeordnet. Die Gewalt hält sich aber wider Erwarten in Grenzen, denn sie wird bei Saw hauptsächlich im Kopf des Zuschauers aufgebaut bzw. in einzelnen kurzen Szenen angeschnitten. Saw ist handwerklich leider nicht ganz in Ordnung, so sind recht viele logische bzw. Folgefehler zu sehen (Die Uhr zeigt auf einmal wieder die gleiche Zeit an wie vor ein paar Minuten, Dinge liegen woanders als bei der letzten Kameraeinstellung). Die Schauspielkunst von Adams Darsteller hat mich gar nicht überzeugen können, und die Dialoge gegen Ende im Gefangenenraum waren einfach nur noch peinlich. Letzteres hat den Film wirklich stark runtergezogen, da dadurch alles lächerlich gemacht wurde. Trotzdem bietet Saw durchweg spannende Unterhaltung für knapp 100 Minuten und wird denen gefallen, die auch schon Se7en gemocht haben, auch wenn Saw im direkten Vergleich unterliegt.


Star Trek I: Der Film | Star Trek: The Motion Picture
Science Fiction, 143 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols, Stephen Collins


Ich war angenehm überrascht, hatte ich doch wenig Schmeichelhaftes über den ersten Star Trek - Kinofilm gehört. Da ich bisher auch ganz wenig TOS-Folgen gesehen habe, musste ich mich auch erstmal an die Crew gewöhnen. Vielleicht war es das, was den Film auszeichnet: die Probleme auf dem Schiff und untereinander (v.a. Decker gegen Kirk) waren wesentlich ausgeprägter als bei den anderen Serien, was das ganze recht authentisch macht. Auch ist der Captain hier wesentlich direkter und weniger auf Diplomatie ausgelegt, wie das in den Folgeserien gemacht wird. Ob das besser oder schlechter ist möchte ich jetzt nicht entscheiden, vielmehr zählt jedoch dass dadurch der Film recht interessant wurde. Sehr schön waren auch die minutenlangen Kamerafahrten an der Enterprise, die hauptsächlich durch Musik und seltene Sprachfetzen hinterlegt waren. Die Geschichte war recht interessant und hat gegen Ende eine witzige Wendung erfahren. Die Special Effects sind zum Teil durch ihr Alter bedingt recht schlecht, andere aber auch wieder hervorragend. Mag sein, dass noch welche nachträglich hinzugefügt wurden, ich habe den digital remastered directors cut (was für ein Wort) gesehen. Was mich aber wirklich gestört hat war der alleinige Bezug auf die Hauptpersonen Kirk und Spock, die eigentlich den ganzen Film dominiert haben. Die anderen Crewmitglieder wurden sehr vernachlässigt.


Star Trek II: Der Zorn des Khan | Star Trek: The Wrath of Khan
Science Fiction, 116 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols


Von seiner Machart her ganz anders als der erste Teil, aber auch gut, wenn nicht besser. Die Geschichte war nicht ganz so toll wie im ersten Teil, dafür spannender und actionreicher. Sulus Stimme ist im Englischen einfach nur beeindruckend und wenn Kirk zu seinem Geburtstag von Bones/Pille eine Lesebrille geschenkt bekommt, macht der Film einfach Spaß. Das Ende des Films ist recht ungewöhnlich für Star Trek Verhältnisse, aber nicht schlecht und lässt Raum für neue Ideen. Die Fixierung auf Kirk und Spock wie in ST I war hier weitaus weniger ausgeprägt.


Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock | Star Trek: The Search for Spock
Science Fiction, 105 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols


Der Film fängt mit einer Wiederholung des Endes von Teil 2 an, was Neueinsteigern bzw. länger Abwesenden den Einstieg zu "The Search for Spock" erleichtert. Der Übergang zum Hauptfilm ist dabei fließend. Die Special Effects verhalten sich mal wieder wie arm und reich: so ist das Schoßhündchen des klingonischen Kommandanten einfach nur noch peinlich, die Explosion der Enterprise aber sehr gut dargestellt. Das Szenenbild auf Vulkan fand ich sehr ansprechend, hier hat sich die Setcrew sehr viel Mühe gegeben.


Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart | Star Trek: The Voyage Home
Science Fiction, 119 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols


Sehr kurzweilig und unterhaltsam. Zu der interessanten Grundidee trägt auch das Ambiente des "alten" San Francisco bei und das Verhalten der Crew, wenn sie mit einer 300 Jahre alten Kultur zusammentreffen. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn Chekov, russisch aussehend und sprechend gegen Ende des 20. Jahrhunderts einen Polizisten in den USA fragt, wo er denn Nuklearreaktoren und die dazugehörigen Kriegsschiffe finden kann. Und wenn Scott bei einem Uraltcomputer davon ausgeht, er habe Spracherkennung ist das ein weiterer Höhepunkt. Sehr gut gemacht ist die Aufteilung in drei Handlungsstränge sprich drei Teams, was der Spannung sehr gute kommt. Leider wird die temporale Direktive etwa 80.000 Mal gebrochen und umgangen, was mich ziemlich gestört hat. Das passt nicht zum sonstigen korrekten Verhalten der Crew.


Star Trek V: Am Rande des Universums | Star Trek: The Final Frontier
Science Fiction, 107 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols


Und wieder einmal gibt es eine neue, unbekannte Situation mit einer noch nie dagewesenen Energiequelle und wieder einmal ist das Schiff nichtmal annähernd einsatzbereit. Im Vergleich zu den letzten beiden Teilen führt hier William Shatner Regie, kommt aber nicht ansatzweise an die Qualität von Leonard Nimoy heran: die Geschichte ist ziemlich belanglos und wirkt langweilig inszeniert. Richtig gute Szenen gibt es lang nicht so viele wie in den vergangenen Teilen, dafür aber eine Hammerszene: Als Chekov und Sulu ihren Urlaub verlängern wollen und Chekov in den Kommunikator bläst, um Windgeräusche für einen Blizzard zu simulieren - grandios. Aber ansonsten der schwächste Teil, der unter der TOS-Crew gedreht wurde.


Star Trek VI: Das unentdeckte Land | Star Trek: The undiscovered Country
Science Fiction, 113 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nicelle Nichols


Eine politisch hochinteressante Geschichte und viel Action vergeben an "the undiscovered country" den Titel des meiner Meinung nach besten ST-Films mit der TOS-Crew. Ich habe mich am Anfang aber erstmal gehörig erschrocken, denn die Darsteller sind zum Teil ziemlich gealtert: William Shatner hat an Körpermasse stark zugelegt und ziemlich graue Haare bekommen. Und Nichelle Nichols hat die brüchige Stimme bekommen, mit der sie bei der letzten Convention erschienen ist und viele Leute begeistert hat. Sehr gefreut habe ich mich für Sulu, denn er hat endlich sein eigenes Kommando bekommen. Der Film ist gut erzählt, wie schon gesagt interessant umgesetzt und bietet mit einem Kurzauftritt von Michael Dorn (TNG: Worf) auch gleich noch eine nette Zugabe. Zudem geht es endlich mal wieder um mein Lieblingsvolk, die Klingonen. Atmosphärisch war der sechste Teil recht dicht, vor allem der Auftritt im Gerichtssaal war bombastisch. Von überall her klingen wütende Stimmen, Kirk und Bones waren vom Licht geblendet und konnten die Sprache nur mithilfe eines Übersetzers verstehen. Wer die Eigenarten der Personen und Völker kennt wird aber leider recht bald wissen, wer hinter dem Attentat steckt. Von daher gibt es da keine große Überraschung mehr. Der Film schließt mit den Credits ab, bei denen die Hauptdarsteller ihre Unterschriften auf den Bildschirm pinseln. Nette Idee, das ist das I-Tüpfelchen zu einem recht guten Star Trek Film.


Star Trek VII: Treffen der Generationen | Star Trek: Generations
Science Fiction, 118 Minuten
William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner, LeVar Burton, Michael Dorn


Generations ist gar nicht so schlecht, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Malcolm McDowell schätze ich als Bösewicht, auch wenn er mehr draufhat und seine Möglichkeiten nicht ganz ausschöpft. Die TNG-Crew spielt auf gewohnt gutem Niveu, wenn auch hier wieder der Fehler der späteren Staffeln gemacht wurde: Die Fixierung auf Picard und Data nimmt zu starke Formen an, man bekommt kaum was von der restlichen Crew mit. Von der TOS-Crew waren leider nicht alle vertreten, was ich sehr schade fand. Die Idee des Generationenwechsels mit diesem Film so umzusetzen finde ich klasse, wenn sie auch etwas besser hätte gelingen können. Schön war auch, Tuvok aus Voyager in einem Kurzauftritt zu sehen und endlich zu wissen, was das Geheimnis von Guinan ist.


Star Trek VIII: Der erste Kontakt | Star Trek: First Contact
Science Fiction, 106 Minuten
Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner, LeVar Burton, Michael Dorn, Gates McFadden, Marina Sirtis, James Cromwell


Als ich den Film zum ersten Mal im Kino gesehen habe, hat er mich nicht sonderlich begeistert: Ich wusste damals nicht viel von Star Trek und konnte mich ganz sicher nicht zum Kreis der Fans zählen. Nun, zum Glück hat sich das durch meine Freundin geändert. Und damit hat sich auch meine Einstellung zu First Contact geändert, denn inzwischen denke ich, dass es der beste der zehn ST-Filme ist. Das wird schon am Anfang durch das wunderschöne musikalische Thema deutlich, das sich durch den ganzen Film zieht. Erst bei den Credits erscheint die gewohnte Melodie und kommt durch ihre Abstinenz während des Films nochmals besser rüber. Die Geschichte an sich ist sehr spannend und gut inszeniert. Wieder mal führt Jonathan Frakes Regie, wieder mal macht er seine Sache sehr gut. Es kommt keine Langeweile auf, durch zwei Handlungsorte wirkt das Erzählte immer frisch und interessant. Gefreut habe ich mich über die von Voyager bekannten Charaktere des MHN und Neelix, obwohl letzterer durch seinen Schauspieler in einer ungewohnten Rolle auf dem Holodeck vertreten wird. Sehr schön gemacht sind die vielen kleinen Anspielungen: wenn der Countdown zum Start des ersten Warpschiffes runtergezählt wird, wird gleichzeitig ein Countdown zur Zerstörung der Enterprise eingeleitet. Cochrane steht so arg auf Rock'n'Roll, dass er fast nicht ohne seine Musik gestartet wäre. Als er sich im All befindet und sein Erstaunen ausdrückt, antwortet Geordi mit "you ain't see nothin' yet". Ob dies eine Anspielung auf das alte Lied war oder gerade so reingepasst hat weiß ich nicht, es trägt aber zur guten Atmosphäre bei. Und es gibt noch so viele Szenen, die wunderbar dargestellt sind und zumindest bei mir viele positive Emotionen hervorgerufen haben: Datas Menschlichwerdung; die Furcht, die von den Borg ausgeht; der Spaziergang auf der Außenhülle und anschließender Zerstörung des Deflektorschilds (Worf: "Assimilate this"); Datas und Picards Begeisterung für das Warpschiff; der erste Kontakt mit den Vulkaniern usw. Es gibt so viel Schönes, was den Film so sehenswert macht. Und doch kann ich ihn leider nur für Leute empfehlen, die sich schon ein bisschen mit dem TNG-Universum auskennen, da ansonsten viel vom Flair verlorengeht.


Star Trek IX: Der Aufstand | Star Trek: Insurrection
Science Fiction, 103 Minuten
Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner, LeVar Burton, Michael Dorn, Gates McFadden, Marina Sirtis


Ein guter Film, der leider trotz recht bald einsetzender Kampfhandlungen im Mittelteil etwas träge wirkt. Im Gegensatz zum Vorgänger wird hier weniger Wert auf Action gelegt. Vielmehr rückt hier wie in alten Folgen eine moralische Frage in den Vordergrund, die Picard und seine Crew auf íhre eigene Art beantwortet. Der Film beginnt wieder einmal mit schöner Musik, die recht bald endet und so gleich deutlich macht, welche Seite gut und welche böse darstellt. Ein Moment der sicher in Erinnerung bleibt ist das singende Trio Picard, Worf und Data, nett gemacht und unterhaltsam dargestellt. Das ganze wird eigentlich nur noch vom perfekten Moment übertroffen, den Picard und Anij erleben: die Kameraeinstellung mit dem langsam fließenden Wasserfall und dem sehr verlangsamten kolibirartigen Wesen ist arg schön. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden anhand einer wieder entflammten Liebe von Riker und Troi fortgeführt.


Star Trek X: Nemesis
Science Fiction, 116 Minuten
Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner, LeVar Burton, Michael Dorn, Gates McFadden, Marina Sirtis, Tom Hardy


Die Idee ist nicht schlecht, wurde aber miserabel umgesetzt. Der Film ist auch irgendwie überladen mit Features, das war ähnlich wie bei Alien 4: Da gibt es mal wieder die bösen Romulaner, einen Klon, der Kampf auf dem Wüstenplaneten, eine tödliche Bedrohung für die Erde, ein neues unzerstörbares Riesenraumschiff, Before, Picards persönliche Probleme usw. Das ist einfach zuviel für knapp zwei Stunden. Eigentlich sollte der Film etwa eine dreiviertel Stunde länger werden, für diese Länge hätte ich mir den Inhalt gut vorstellen können. Viele der weggeschnittenen Szenen sind recht gut und hätten den Film besser erklärt, so dass es schade ist, dass sie fehlen. Die Geschichte war von der Theorie her spannend, aber schlecht umgesetzt, so dass mich der Film nicht richtig mitreißen konnte. Shinzon hat nicht in die Rolle des Bösen gepasst, die war eine Nummer zu groß für ihn. Auch hatte ich immer Probleme, die Ähnlichkeit zwischen ihm und Picard festzustellen, die es hätte geben müssen. Deanna Troi hat im Vergleich zum letzten Film endlich mal wieder Arbeit bekommen und konnte ihre Fähigkeiten einsetzen: Aber diese gekünstelte Darstellung mit gedimmtem Licht und einer Hervorhebung ihrer Augenpartie durch helles Licht war ziemlich peinlich und hat die Sache lächerlich gemacht. Star Trek: Nemesis lässt den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen, denn er bietet Action satt, die sich im Grunde genommen vom Anfang bis zum Ende erstreckt. Für einen normalen SF-Film ist das sicherlich ok, aber für einen Film aus dem ST-Universum ist das einfach zuwenig. Da fehlt es an Hintergründen, dem typischen Humor, den kleinen Geschichten nebenbei und an Atmosphäre. Ich habe neulich in einem Interview gelesen dass Patrick Stewart weinen musste, als er sich Nemesis privat angeschaut hat. Und ich muss ihm recht geben: Diese Crew verdient einen solchen Abschluss nicht. Was der Film aber wieder bestätigt hat ist die Tatsache, dass die Romulaner in meinen Augen die mit Abstand schönsten Schiffe haben: Das war mit den in den alten Folgen auftauchenden Warbirds schon so und gipfelt jetzt in der Scimitar, die einfach grandios aussieht.


Sind wir schon da? | Are we there yet?
Komödie, 90 Minuten
Ice Cube, Alleisha Allen, Nia Long, Nichelle Nichols


Ice Cube will an eine Frau rankommen, muss sich aber erst mit ihren kleinen Bälgern anfreunden, die ihn anfangs nicht leiden können. Soviel zur Story, mehr gibt's nicht zu berichten. Nach diesem Film weiß ich wieder, warum ich keine Kinder mag. Diese Rotzlöffel rauben dem Zuschauer den letzten Nerv und sind nur noch aufdringlich und unerträglich. Bei der Story und den Witzen sieht es nicht viel besser aus. Allenfalls für kleine Kinder taugt der Film, die finden sowas vielleicht noch lustig (geht in die Richtung Kevin allein zu Haus).


School of Rock
Komödie, 108 Minuten
Jack Black, Mike White


Oh, wie schön. Einen ganzen Film lang noch echte, "handgemachte" Musik. Das habe ich schon lang nicht mehr erlebt und freue mich ziemlich drüber. Jack Black hatte mir schon in High Fidelity recht gut gefallen, weswegen ich mir dann auch school of rock ansehen wollte. Anfangs ein wenig skeptisch (ich hasse Kinder!), wurde schnell klar, dass die Kleinen mal ganz erträglich sein können. Sie waren nie vorlaut, haben den Film bereichert und blieben mit ihren typischen nervigen Aktionen immer im grünen Bereich. Jack Black spielt so, wie ich ihn mir auch im wirklichen Leben vorstellen würde: es ist ein absoluter Genuss, ihm zuzuschauen.


Species 3
Action, 111 Minuten
Amelia Cooke, Robin Dunne, Robert Knepper


Der mit Abstand schlechteste Teil der Trilogie. Die Geschichte wirkt arg konstruiert und ist nicht gerade spannend in Szene gesetzt. Die Schauspieler sind Mittelmaß, die Special Effects schon hundermal dagewesen und nichts besonderes. Es fallen unpassende Sätze wie "Er hat meine Eizellen" und rauben dadurch dem Film auch das letzte Fünkchen Brauchbarkeit. Einziger Lichtblick war noch Natasha Henstridge, die jedoch leider nur für ein paar Szenen zu sehen war.


Star Wars III - Die Rache der Sith | Star Wars III - Revenge of the Sith
Science Fiction, 140 Minuten
Hayden Christensen, Ewan McGregor, Natalie Portman, Samuel L. Jackson